Kreuzau - Winderer Grundschule: Ausbau ist nicht gerechtfertigt

Winderer Grundschule: Ausbau ist nicht gerechtfertigt

Von: sis
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Kreuzau. Rolf Heidbüchel schimpfte los: „Ich wundere mich, dass man jetzt das Vorhaben torpediert. Aber wenn man nur einen Hauch von SPD-Antrag sieht, dann sucht man wochenlang mit Hilfe der Verwaltung nach Gründen, ihn abzulehnen”, polterte der Vorsitzende der SPD-Ratsfraktion.

Die Reaktion folgte auf der Stelle: „Jeder weiß, dass ich mich nicht vor einen Karren spannen lasse”, konterte Siegfried Schmühl, der Bauamtsleiter. Und betonte noch einmal: „Die schulische Nutzung des Dachgeschosses der Windener Grundschule ist aus baufachlicher Sicht nicht gerechtfertigt!” Dies hatte auch Ingo Eßer, der CDU-Sprecher, kritisch angemerkt.

Zwei Anträge

Die Katholische Grundschule und die SPD-Fraktion hatten den entsprechenden Ausbau beantragt, der Schulausschuss hatte aus seiner Sicht die Anträge befürwortet. Begründet hatten die Antragsteller ihren Wunsch mit dem Fehlen mehrerer Räume, auch im Verwaltungsbereich. Doch der Bauamtsleiter kam nach einer Besichtigung mit einem Architekten zu einem ganz anderen Ergebnis: „Eine energetische Sanierung des Dachgeschosses ist unstrittig. Das Dachgeschoss ist auch als Rumpelkammer sinnvoll, aber nicht als Schulraum.”

Die Gründe: Riesige Gauben müssten gebaut werden, damit der Raum die erforderliche Größe bekäme. Aus Brandschutzgründen müsste ein Stahlbetondecke eingebaut werden. Außerdem müsste eine acht bis zehn Meter hohe Außentreppe errichtet werde und das Treppenhaus bis ins Dachgeschoss hochgezogen werden. „Die Kosten”, so Siegfried Schühl, „seien nicht vertretbar.” Und weiter meinte der Bauamtsleiter: „Bei einer Begehung der Schule wird man sicher kostengünstigere Lösungen für notwendige Räume finden. Und die Lösung ist mit Sicherheit ebenerdig.”

Beschlossen wurde einstimmig, aber bei Stimmenthaltung der SPD Dreierlei: Energetischen Maßnahmen im Dachgeschoss wird zugestimmt. Der Ausbau des Dachgeschosses zu schulischen Zwecken lehnt der Ausschuss ab. Und mit dem Schulleiter findet eine kritische Begehung statt, um, so die Notwendigkeit es erfordert, Lösungen für die Raumprobleme zu finden.
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