Windener Kirmesgesellschaft: Wirbel um geköpften Hahn

Von: han/sis
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Wurden in Winden gefeiert: Man
Wurden in Winden gefeiert: Manuela Floßdorf stand im Mittelpunkt des viertägigen Festes der Kirmesgesellschaft. Foto: han

Winden. Fast zwölf Monate hatte sie auf ihren ganz großen Tag warten müssen: Im vergangenen Jahr wurde Manuela Floßdorf Hahnenkönigin der Kirmesgesellschaft Winden. Nun gab es ihr zu Ehren den Königsball.

Davor war aber schon einen leichte Wanderung durch den Ort angesagt. Ein Umzug, bei dem viele Windener die Straßenränder säumten und dem Spektakel zuschauten. Obwohl es bereits dämmerte, liefen die Zugteilnehmer nicht durch die Dunkelheit.

Damit die vielen Besucher die strahlende Königin Manuela I. sehen konnten, entzündeten Mitglieder der Feuerwehr immer wieder sich drehende Lichträder. An zahlreichen Stellen wurde dann noch ein kleines Feuerwerk abgeschossen. Und damit war der Festumzug ein kleiner Triumphzug für die Hahnenkönigin, die das viertägige Fest mit dem Ausgraben des Königsknochens eröffnet hatte.

Mit einem Abend für Jung und Alt startete das Festprogramm, der seinen Höhepunkt mit dem Ball im festlich geschmückten Zelt hatte, den der Vorsitzende der Kirmesgesellschaft Heinz Lüttgen eröffnet hatte. Musikalisch umrahmt wurde der Abend von der Coverband Impuls.

Derweil kommt auf die Kirmesgesellschaft Ungemach zu, denn: Bei der Ermittlung der neuen Hahnenkönigin - es setzte sich schließlich Karin Lüttgen gegen Manuela Bonn durch - schlugen die beiden Bewerberinnen traditionell mit dem Säbel gegen den Hals eines echten Hahnes, der zuvor von einem Tierarzt getötet worden war.

Das rief die Tierschützer auf den Plan. Die beziehen sich auf den Paragraphen 17 des im Grundgesetzt verankerten Tierschutzgesetzes. Der Vorstand des Dürener Tierschutzvereins wollte am Donnerstag entscheiden, ob er Anzeige erstattet. Die Windener Kirmesgesellschaft will 2013 wieder mit verbundenen Augen auf einen Kunststoffhahn schlagenlassen.
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