Nörvenich - Windanfälligkeit: Maibäume machen Statikprobleme

Windanfälligkeit: Maibäume machen Statikprobleme

Von: Fred Schröder
Letzte Aktualisierung:
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Maibäume sollen in den Nörvenicher Dörfern demnächst sicher stehen. Bisher machte die Windanfälligkeit Probleme. Foto: Sigi Malinowski

Nörvenich. Bis zum Monat Mai und seinen Bäumen als Symbol ist es noch eine Weile hin. Offenbar aber nicht in der Neffeltalgemeinde. „Uns läuft die Zeit davon“, klagte Bürgermeister Dr. Timo Czech in der Sitzung des Haupt-, Finanz- und Umweltausschusses.

Denn bis zum nächsten Wonnemonat möchte die Verwaltung in allen zehn Ortsteilen sichere Halterungen für die Dorfmaibäume vorweisen können. Aber dieses Vorhaben stößt offensichtlich auf Probleme.

Und damit geht es schon los. Angesprochene Metallbaubetriebe im Gemeindegebiet haben noch kein einziges Angebot vorgelegt. „Weil sie genügend Arbeit mit größeren Aufgaben haben“, lautet die Mutmaßung des Bürgermeisters. Eine Auskunft, die man sich im maibaumerfahrenen Bayern einholte, verheißt ebenfalls wenig Gutes. Da ist von Kosten bis zu 8.000 Euro die Rede. „Und für Nörvenich das mal zehn“, rechnet. Czech vor.

Weitere Hürde

Ja, und da ist noch eine weitere Hürde. Will man ganz auf Nummer sicher gehen ist wohl an der Einschaltung des Statikers nicht vorbeizukommen. Denn: „Jeder Maibaum ist anders; da muss dann auch die Halterung wohl verschieden sein.“ Denn Höhe und Stärke des Baumes, seine Windanfälligkeit – alles das muss bedacht sein. Droht denn den zehn Dorfmaibäumen in den Orten der Gemeinde jetzt der „Einheitsmaibaum“, für den der Statiker alle Werte vorgibt? Nein, jedenfalls noch nicht. „Wir sind mit allen Beteiligten wie den Ortsvorstehern und auch den Maigesellschaften im Gespräch“, teilte der Bürgermeister unter wiederholtem Verweis auf die Eilbedürftigkeit hin. Bis zum hoffentlich guten Ende gibt man sich in der Gemeinde Nörvenich zuversichtlich und getreu dem (abgewandelten) Lied-Motto „Der Maibaum wird kommen…“.

Aus Berlin zurück

Zwei alte Mühlsteine aus der ehemaligen „Unteren Mühle“ am Kastanienweg hat eine Frau aus Berlin dem Heimat- und Geschichtsverein der Gemeinde Nörvenich geschenkt. Der Verein möchte diese Steine, die witterungsempfindlich sind und deshalb überdacht werden müssen, auf exponiertem Gelände in Nörvenich aufstellen. Sie sollen an die Mühlentradition am Neffelbach erinnern. Die Kosten für die Aufstellung will der Heimat- und Geschichtsverein übernehmen.

Auf dem Areal der Alten Mühle regieren derzeit die Bagger. Ein Verbrauchermarkt soll in der Nähe entstehen und auch der Umbau der Hauptschule zur Seniorenresidenz hat begonnen. In der Sitzung des Hauptausschusses brachte CDU-Fraktionssprecher Stephan Küpper einen alternativen Standort zur Sprache. Er sieht eine Möglichkeit der Aufstellung am Weg zum Schützenheim. „Damit könnten wir uns anfreunden“, ließ SPD-Fraktionschef Wolfgang Wegner anklingen. Der Vorschlag soll jetzt von allen Beteiligten einer näheren Prüfung unterzogen werden.

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