Willi Hönscheid abgewählt, Göckemeyer wird Nachfolgerin

Von: Fred Schröder und Franz Sistemich
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Nideggen. Die Spannung war greifbar. Sie knisterte. Und die Nervosität stieg mit jedem neuen Ergebnis. Irgendwann, da lagen noch nicht alle Wählervoten aus den einzelnen Wahlbezirken vor, da war sich Norbert Klöcker, der Fraktionsvorsitzende der Unabhängigen im Nideggener Stadtrat sicher.

„Margit Göckemeyer ist unsere neue Bürgermeisterin.” Der Bewohner des Nideggener Ortskerns, der auch seinen Wahlbezirk gewann, sollte Recht behalten: Mit 33,86 Prozent der Stimmen wurde die Diplom-Sozialwissenschaftlerin aus Leverkusen , die in der Solinger Stadtverwaltung arbeitet, in das Amt des Bürgermeisters von Nideggen gewählt.

Eine Ära geht zu Ende: Willi Hönscheid wählten die Bürger aus dem Amt. 2006 scheiterte das von der CDU initiierte Abwahlverfahren gegen den früheren Christdemokraten und danach Parteilosen, der 16 Jahre als Stadtdirektor und Bürgermeister in Nideggen gewirkt hatte. Am Wahlabend selbst war der der bis Oktober amtierende Bürgermeister nicht im Rathaus gesehen. Und auch Rolf Rheinbach, einer der vier Bürgermeister-Kandidaten in Nideggen, war, wie er unserer Zeitung angekündigt, am Tag der Entscheidung nicht im Rathaus. Und so gaben nur zwei der Vier Bewerber eine Stellungnahme ab. Margit Göckemeyer war natürlich überglücklich, obwohl: „Bis zum Schluss hatte sich ein Grummeln im Bauch”, gestand sie freimütig. Aber nun freut sie auf die kommende, „wenn auch schwierige Aufgabe.” Zuerst aber durfte sie viele Glückwünsche und natürlich den obligatorischen Blumenstrauß in Empfang nehmen. Zu den ersten Gratulanten gehörten nicht nur die Vertreter der Parteien und Gruppierungen, die Göckemeyer unterstützt hatten, sondern mit Walter Obladen einer der drei unterlegenen Gegenkandidaten. Er sagte: „Der Wähler hat entschieden. Ich wünsche Frau Göckemeyer viel Glück für die nächsten sechs Jahre bei dieser nicht leichten Aufgabe, zumal der Nideggener Stadtrat ha über eine besondere Konstellation verfügt.”

Obladens Partei musste im Übrigen auch eine empfindliche Niederlage einstecken. Hatten die Christdemokraten bei der vergangenen Kommunalwahl noch über 51 Prozent eingefahren, so landeten sie jetzt nur noch bei knapp 30 Prozent. Insgeheim hatten die CDU-Politiker gehofft, 40 Prozent der Wählerstimmen zu bekommen. Nun verloren sie über 21 Prozent.

Die großen Gewinner der Wahlin Nideggen waren neben Margit Göckemeyer, die Menschen für Nideggen, die auf Anhieb auf 15 Prozent kamen und die FDP, die nicht nur in Schmidt mit Udo Hensch mit Udo Hensch zum ersten Mal in der demokratischen Geschichte der Stadt Nideggen ein Direktmandat gewannen, sondern ihren Stimmenanteil auch um fast sechs Prozent auf fast zwölf Prozent steigerten.

Zu den Verlierern gehörten auch die Sozialdemokraten. Die SPD verlor drei Prozent. Und so blieb am Abend eines ereignisreichen Wahlabends als Resümee von Norbert Klöcker: „Unser Plan, voll auf Margit Göckemeyer zu setzen, ist aufgegangen.”
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