Wildniswerkstatt Düttling und Nationalpark-Gästehaus feiern Geburtstag

Von: Bruno Elberfeld
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Vertreter der Stadt Heimbach, des Rureifel Tourismus und des Nationalparks feierten zehn Jahre Wildniswerkstatt und Nationalpark-Gästehaus. Foto: Bruno Elberfeld

Heimbach. Der Wettergott hatte trotz des zehnjährigen Bestehens der „Wildniswerkstatt Düttling“ und des „Nationalpark-Gästehauses“ Heimbach im Stadtteil Hergarten kein Erbarmen. Es regnete immer wieder. Jedoch sowohl die Vertreter der Stadt Heimbach, an ihrer Spitze Bürgermeister Peter Cremer, als auch der Leiter des Nationalparks Eifel, Dr. Michael Röös und Mitarbeiter, die Chefin der „Wildniswerkstatt Düttling“, Jutta D‘Orsaneo, Gäste von Vereinen und Verbänden sowie vier Grundschulklassen ließen es sich nicht nehmen, tüchtig zu feiern.

Auf dem Gelände der Wildniswerkstatt konnte man bis zu 23 Stationen absolvieren. Es gab unter anderem Ausstellungen, Seminararbeiten, Theater und Pantomime, eine Station, wo man alle Sinne erforschen konnte, und den „mobilen Barfußpark“.

Auch der nahe gelegene Kohlemeiler wurde häufig besucht. Und dann gab es da noch die Informationsecke, wo die Tätigkeiten des Junior-Rangers beschrieben wurden. Anschaulich und aus erster Hand wurden die Festgäste über die Laufbahn dieses noch recht neuen Berufs im Nationalpark-Gästehaus informiert. Friedbert Poth erzählte, wie er zu seinem Traumjob „Junior-Ranger“ gekommen ist. Die Liebe zur Natur war schon bei ihm als Kind angelegt. Dann brauchte es nur noch eines oder mehrerer Besuche in der Wildniswerkstatt, damit Poth seinen Berufswunsch realisieren konnte.

Dr. Michael Röös, Leiter des Nationalparks Eifel, forderte beim morgendlichen Festakt in seiner Festrede immer wieder: „Wir müssen die Kinder in den Wald bekommen.“ Sie erlebten in der Wildniswerkstatt Natur pur und ungebremst. Die jungen Menschen seien für sich und würden nicht abgelenkt. „Denn das wissen alle“, fuhr Röös fort, „draußen ist man ein anderer Mensch.“

Bis zu vier Gruppen täglich kann die Wildniswerkstatt betreuen, mehr könnten Tiere und Menschen gleichzeitig nicht verkraften, stellte die Leiterin der Werkstatt, Jutta D’Orsaneo, die Angebote in der Werkstatt vor. „Bei uns geht es in erster Linie nicht nur um Hammer und Nagel“, sagte D‘Orsaneo, sondern um die tätige Erkundung der Natur.“ Die Kinder, meist im Kindergarten- und Grundschulalter, können die Wege verlassen und dürfen sich in die Büsche schlagen, um den Wald noch intensiver zu erfahren.

Bürgermeister Peter Cremer ließ vor den Jubilläumsgästen noch einmal die Geburt des Wildparks und des Nationalpark-Gästehauses ablaufen. „Wir sind stolz auf beide Einrichtungen, die beide barrierefrei und deshalb für alle Menschen mit und ohne Behinderungen nutzbar sind“, sagte Cremer.

Der Bürgermeister betonte die gelungene Symbiose zwischen den beiden Einrichtungen und der Stadt Heimbach. Beide Institutionen, die sich besonders die Umweltbildung junger Menschen auf die Fahnen geschrieben hätten, seien aus dem Tourismusangebot der Stadt und der Rureifel nicht mehr wegzudenken.

Gotthard Kirch, Geschäftsführer des Vereins „Rureifel Tourismus“ der auch Betreiber des Nationalpark-Gästehauses ist, hatte zum Gästehaus eine interessante Information. „Aktuell beginnen wir das Haus neu zu denken“, offenbarte der Geschäftsführer, „denn wegen des steigenden demografischen Wandels werden wir dieses Haus hier in Düttling auch für Erwachsene mit Behinderung umgestalten.“

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