Wildblumenwiesen und Nisthotels für Bienen

Von: Naima Wolfsperger
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Für die Bienen: Sarah Fuchs (DSB), Andreas Binanzer (BUND), Iris Vasic von der evangelischen Gemeinde, Reiner Lynen vom Club 55 und Walter Jordans (BUND) geben den Insekten in Düren eine Heimat. Foto: nai

Düren. Sommer, Sonne und Eis geht in der Erinnerung vieler auch mit einem leisen Summen, plötzlich stechendem Schmerz und Krokodilstränen einher. Auch deshalb warnen Erwachsene, damals wie heute, Kinder oft sie sollten sich doch von den Bienen fernhalten. Bienen aber, die gibt es fast nicht mehr. Die Biene ist vom aussterben bedroht.

Der Bund Naturschutz Deutschand (BUND) engagiert sich aktiv gegen das Bienensterben und hat sich mit der evangelischen Kirchengemeinde; dem Kunstwerkerinnen und dem Dürener Service Betrieb (DSB) vernetzt, um mehrere Problemfelder mit einem Konzept zu beheben: „Wir können das etwas fade innerstädtische Grün in Grün in den Parks aufpeppen in dem wir bewusst eingegrenzte Flächen mit Wildblumen bepflanzen“, sagt Andreas Binanza vom BUND.

Auf diesen Wiesen ist auch ein Insektennisthotel angelegt in das bald schon Wildbienen einziehen sollen. „Wildbienen haben einen ganz kleinen und weichen Stachel. Sie kommen gar nicht durch die menschliche Haut.“ Der Kindheitsschreck Honigbiene wird also nicht hier angesiedelt und die Bienen seien für Groß und Klein vollkommen ungefährdet.

Amerikanische Forscher haben 2015 herausgefunden, dass Bienen ein besonders wichtiger Bestandteil des Ökosystems sind. Auf der ganzen Welt bestäuben sie etwa 35 Prozent der Nutzpflanzen. Durch das Bienensterben könnte nicht nur wirtschaftlicher Schaden drohen sondern langfristig auch Nahrungsmangel als Folge haben.

Das Bienensterben ist in großen Teilen eine Konsequenz von Pestiziden und dem Rückgang ihrer natürlichen Lebensräume, durch die Zerstörung der Natur durch den Menschen. Im Nordpark, im Holzbendenpark, Vosen Park, im Theodor-Heuss-Park und jetzt auch im Willi-Brandt-Park wurden deshalb die Wildblumenwiesen angelegt und die Nisthotels aufgestellt.

Die Erwartungen der Beteiligten an die Nisthotels und die Blumenwiesen sind hoch: „Sie sollen zum einen dabei helfen gegen das Bienensterben vorzugehen, aber eben auch den Menschen dazu bringen seine Abneigung und Scheu vor den Tieren zu verlieren“, sagt Walter Jordans vom BUND. Außerdem solle ein pädagogischer Aspekt erfüllt werden und Kinder einen Bezug zu den Tieren aufbauen können.

Binanza und Reiner Lynen, der in der evangelischen Gemeinde dem Club 55 angehört, haben die Nisthotels gebaut. Lynen hat Erfahrung mit dem Bau von Nisthotels, sein Vater war Imker und in der Natur zu sein und zu arbeiten sei schon immer sein Hobby gewesen. Im Februar hatten die beiden mit dem Bau begonnen. „Wir haben das ja in unserer Freizeit gebaut“, sagt Lynen, da könne das schon ein bisschen Dauern. Die Wildblumenwiesen wurden vom Dürener Service Betrieb angelegt und werden auch weiterhin vom DBS betreut.

Ängstliche Nachbarn habe es wegen den Wiesen und den Nisthotels noch keine gegeben, sagt Sarah Fuchs vom DSB, nur Neugierige anfragen was denn da für Flächen in den Parks angelegt würden. „Ich bin zuversichtlich, dass sich die Bürger an den Wildblumenwiesen erfreuen können.“ Schließlich machten sie die Dürener Parks farbenfroher.

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