Wildbienen einen Lebensraum ermöglichen

Von: kin
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Setzen sich für ein bienenfreundliches Langerwehe ein: Lothar Kurth, Walter Jordans und Ulrich Böke (von links).

Langerwehe. „Bienenfreundliche Kommunen – artenreiche Blütenpracht statt monotones Einheitsgrün“, heißt eine Veranstaltung zu der die Ortsgruppe Langerwehe/Inden des BUND und die „Langerweher Umwelt- und Naturschutzaktion“ (Luna) am Dienstag, 10. März, um 20 Uhr in die Gaststätte St. Martin, Hauptstraße 49, einladen.

Als Referenten konnten die beiden Biologen Dr. Reiner Wiertz und Rene Mause gewonnen werden. Lothar Kurth vom BUND: „Wir wollen an diesem Abend auch für einen anderen Umgang mit dem öffentlichen Grün werben.“

Seit dem vergangenen Jahr entstehen auf Initiative von BUND und Luna in den Langerweher Ortsteilen Luchem und Pier Streuobstwiesen. 100 Bäume wurden bereits gepflanzt. Kurth: „Wir suchen noch Einzelpersonen oder Vereine, die Patenschaften für Bäume übernehmen möchten. Aber wir möchten an diesem Abend auch möglicher Kritik an unseren neuen Baumpflanzaktionen entgegentreten.“ Landwirte befürchten beispielsweise, dass wegen des Schattens der Bäume der Ernteertrag der Felder, an deren Rand die Bäume gepflanzt wurden, geschmälert werden könnte.

Grundsätzlich, da sind sich Lothar Kurth und seine beiden Mitstreiter Walter Jordans und Ulrich Böke einig, sei es wichtig, den Wildbienen wieder einen Lebensraum zu ermöglichen. Kurth: „Etwa ein Drittel unserer Lebensmittel verdanken wir der Bestäubung von Bienen und anderen Insekten. Gleichzeitig sind aber schon heute knapp sechs Prozent der in Deutschland beheimateten Wildbienen vom Aussterben bedroht. Dagegen wollen wir etwas tun. Zum Beispiel durch die neuen Streuobstwiesen.“

Bei der Veranstaltung am Dienstag soll es auch darum gehen, welche Initiativen in anderen Kommunen des Kreises Düren gestartet wurden, um die Landschaft artenreicher und bienenfreundlicher zu gestalten.

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