Wieder Wirbel um den alten Viktoria-Rasensportplatz

Von: Jörg Abels
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Birkesdorf. Viele Vereine im Stadtgebiet pflegen ihre Sportplätze selbst, seit kurzem auch die Birkesdorfer Viktoria. Sie erhält den Betrag, den die Stadt zuletzt auch an den Dürener Service Betrieb (DSB) überwies.

Jährlich 11.250 Euro hatte Bürgermeister Larue dem Verein für die Pflege der gut 31.000 Quadratmeter großen Anlage im Herbst 2008 schriftlich avisiert, zuzüglich knapp 1800 Euro für die 16.000 Quadratmeter großen Nebenanlagen. Das Angebot nahm die Viktoria an, ohne nachzuhaken, ob der anno 2001 festgelegte Preis noch zeitgemäß ist, weil „wir sie überzeugt sind, die Anlage besser als der DSB in Schuss halten zu können”, betont Geschäftsführer Thomas Löwen. Am 1. Oktober vergangenen Jahres übernahm die Viktoria die Pflege der Neben-, am 1. Januar die der Hauptanlagen.

Rund 6000 Euro investierte der Verein in die benötigen Maschinen und Geräte, die darauf ausgelegt sind, neben dem Aschen- auch die beiden Rasenplätze zu pflegen, organisierte Personal. „Doch den alten Viktoria-Platz will die Stadt nun aus dem Pflegeprogramm streichen.” Löwen fühlt sich verschaukelt, fehlen dem Verein jetzt doch mehr als 3000 Euro in der Kalkulation.

Auf Nachfrage bestätigte Dürens Sportamtsleiter Dirk Keimes am Montag den Plan, den alten Viktoria-Platz aus dem Pflegeprogramm zu streichen. „Jeder andere Verein kommt schließlich auch mit zwei Plätzen aus”, begründet er seinen Vorstoß, den er heute dem städtischen Finanzausschuss vorlegen will und verweist darauf, dass der alte Viktoria-Platz nach dem Umzug des Türkischen SV an den Veldener Hof ohnehin nur noch sehr sporadisch genutzt werde. Dass er - wie von Thomas Löwen behauptet - von der Birkesdorfer Jugend auch rege als Bolzplatz genutzt wird, lässt Keimes einmal dahingestellt. „Es ist zumindest sinnvoller diesen Platz zu streichen, als an einem anderem Ort eine komplette Anlage”, verweist er auf die unabwendbaren städtischen Sparzwänge. Überlegungen, was mit dem Areal in Zukunft geschehen soll, habe die Verwaltung indes noch nicht angestellt. Das sei eine politische Entscheidung. Ihrer Verkehrssicherungspflicht werde die Stadt aber auf jeden Fall weiter nachkommen und das Loch in der Mauer rund um den alten Sportplatz, an dem sich am Sonntag ein Kind verletzte, umgehend beseitigen, versicherte Keimes.

Bereits im Jahr 2005 stand der alte Viktoria-Platz zur Disposition. Pläne, auf dem Areal die neue Bürgewaldschule zu errichten und damit im Vergleich zum jetzigen Neubaustandort mehrere hunderttausend Euro zu sparen, scheiterten jedoch an lautstarken Protesten aus der Bevölkerung.
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