Wieder Vertrauen in den eigenen Körper fassen

Von: Christoph Hahn
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Beschreitet bei der Behandlung urologischer Probleme auch unkonventionelle Wege: Chefarzt Dr. Christof Börgermann (hier mit dem Modell eines künstlichen Blasenschließmuskels) lädt zu zwei Patienten-Foren der Reihe „Medizin hautnah” in das Dürener Krankenhaus ein. Foto: Hahn

Düren. Ungewöhnliche Wege zu beschreiten, ungewöhnliche Themen anzusprechen: Das gehört seit jeher zu den Wesenszügen der Patienten-Foren „Medizin hautnah”, zu denen das Dürener Krankenhaus und die Dürener Zeitung einladen. Jetzt ist es wieder so weit - und das gleich zwei Mal innerhalb von acht Tagen.

Dr. Christof Börgermann, Chefarzt der Klinik für Urologie, lädt für Aschermittwoch, 17. Februar, 19 Uhr, Patienten nach Tumor-Operationen nicht nur aus seinem fachärztlichen Bereich mit ihren Angehörigen zu einer Informationsveranstaltung über „Die Macht der Bewegung” ein. Eine Woche später, am 24. Februar, wird zur gleichen Uhrzeit unter dem Motto „Brechen Sie das Tabu!” die Inkontinenz zum Thema.

Der Belastbarkeit angepasst

Klar: Beide Foren sollen Mut machen. Aber vielleicht geht von der „Macht der Bewegung”, bei der Dr. Freerk Baumann von der Deutschen Sporthochschule in Köln als Gastreferent auftritt, dieses Signal in ganz besonderer Weise aus. Dabei geht es nicht so sehr um Fitness. Vielmehr steht ein anderer Leitgedanke im Vordergrund: „Der Sport soll den Patienten dabei helfen, nach der Diagnose wieder Vertrauen zu ihrem Körper zu fassen”, erläutert Dr. Börgermann. Eines stellt der Chefarzt gleich klar: „Den idealen Sport nach der Operation gibt es nicht. Die Art der Bewegung muss der Belastbarkeit des Patienten angepasst sein.”

Was ihn und die Gäste des Dürener Krankenhauses genau eine Woche später beschäftigt, umreißt der Urologie-Chefarzt ebenso unmissverständlich: „Keiner traut sich darüber zu sprechen.” Das Wasserlassen wider Willen sieht Börgermann nicht als Problem speziell von Senioren an: „Das geht quer durch alle Altersklassen.” Den Kampf gegen die Inkontinenz setzt der Facharzt nicht nur auf die altbekannten Methoden. Auch moderne Methoden wie das Einsetzen eines künstlichen Blasenschließmuskels, mit dem Börgermann an seine früheren Wirkungsstätte Essen Erfahrungen hat sammeln können, bezieht er in die Therapie mit ein.

Die Erörterung des heiklen Themas findet jedenfalls auf breiter Basis statt: Neben dem Chefarzt selber stellen sich zwei seiner Mitarbeiter, die Oberärzte Dr. Guido Breuer und Dr. Marcus Leonhard, sowie die Jülicher Physiotherapeutin Petra Samans dem Gespräch mit ihren Zuhörern.
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