Düren - Wie soll sich Düren bis 2030 entwickeln?

Wie soll sich Düren bis 2030 entwickeln?

Von: Ingo Latotzki
Letzte Aktualisierung:
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Vor dem Flächennutzungsplan: Paul Zündorf, Stefan Wessels, Marcus Steffens (von links). Foto: inla

Düren. Wenn es eine Frage gibt, mit der sich eine Kommune ständig beschäftigen muss, hat diese große Chancen, einen absoluten Spitzenplatz einzunehmen: Wie soll sich die Stadt in den nächsten Jahrzehnten entwickeln, um zukunftsfähig zu sein? Düren macht da keine Ausnahme.

Kann die Stadt auch nicht, vor allem nicht mit Blick auf die Konkurrenz umliegender Städte wie Eschweiler, Jülich oder Kerpen, aber auch nicht als ein Ort, der zwischen den Großstädten Köln und Aachen einen Weg finden muss, zu bestehen.

Wie kann man in Düren wohnen? Welche Möglichkeiten haben Unternehmen, sich anzusiedeln? Das sind zwei wichtige Fragen, die die Stadt – wie andere Kommunen auch – über Pläne und Konzepte zu beantworten versucht: In den nächsten drei Jahren soll ein neuer Flächennutzungsplan (FNP) aufgestellt werden, ein umfängliches Werk, in dem geregelt ist, wie der Boden der Stadt genutzt werden kann. Wo ist Platz für Bauland, für Gewerbegebiete, für Parks? Wo ist Raum für landwirtschaftliche Flächen, für Windkraftanlagen? Diese Fragen beantwortet der FNP, der eine Gültigkeit von circa 15 bis 20 Jahren hat.

Was die Stadt wissen muss: Wie wird sich die Bevölkerung entwickeln, beispielsweise bis 2030? „Wir gehen davon aus, dass die Einwohnerzahl stagniert“, sagt Baudezernent Paul Zündorf. Dies gäben die aktuellen Bevölkerungszahlen her. Die Stadt wisse zum Beispiel, wie viele Frauen in Düren leben, die künftig Kinder bekommen könnten. Wie groß der Zuzug sein wird, ist dagegen schwerer zu kalkulieren. Wahrscheinlich ist: Das Durchschnittsalter der Menschen in Düren wird sich erhöhen. Was ist daraus abzuleiten?

Wie viel Bauland muss Düren für die nächsten Jahrzehnte vorhalten? „Für den neuen FNP werden wir uns damit intensiv beschäftigen müssen“, sagt der Baudezernent. Heute sei es aber viel zu früh, irgendwelche Aussagen zu treffen. Nur eines ist klar: Düren will mehr Menschen anziehen, die auch Steuern zahlen, weil sie Wirtschaft und Handel ankurbeln. Heute lebt in Düren ein Fünftel der 90.000 Einwohner von staatlichen Leistungen – eine Quote, die auch große Ruhrgebietsstädte aufweisen.

Mehr besserverdienende Menschen kommen, wenn es entsprechende Arbeitsplätze gibt. Über die Ausweisung von Gewerbegebieten kann die Stadt Düren Voraussetzungen schaffen, sagt Stadtplaner Marcus Steffens. Dazu schreibt das Land NRW heute die Zusammenarbeit mit anderen Kommunen vor, für Düren kommen Kooperationen mit Merzenich, Niederzier und Kreuzau, womöglich auch mit anderen, infrage. Fest stünde, dass weitere zehn Hektar Gewerbeland an der Automeile entstehen sollen – im Verbund mit Kreuzau. Welche weiteren Möglichkeiten es gibt, könne heute noch nicht gesagt werden, sagt Paul Zündorf.

Ideen und Vorschläge müssten mit der Politik, die über den FNP entscheidet, aber vor allem auch mit den Bürgern besprochen werden. Dazu gibt es laut Stadtplaner Stefan Wessels dieses Jahr öffentliche Veranstaltungen. „Wir streben einen Konsens mit den Beteiligten an“, sagt Paul Zündorf. Thematisiert wird dann sicher auch, welche Flächen für Grünanlagen oder sonstige Freizeitgestaltung genutzt werden könnten, auch das ist Bestandteil des FNP und nicht unerheblich, wenn neue Bürger angelockt werden sollen und die Frage zu beantworten ist, wie sich Düren in Zukunft entwickeln soll.

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