Merode - Wie sinnvoll ist eine Windkraftanlage im Meroder Wald?

Wie sinnvoll ist eine Windkraftanlage im Meroder Wald?

Von: kin
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Der Aachener Energieversorger Stawag prüft derzeit, inwieweit sich ein Windpark im Meroder Wald in Langerwehe verwirklichen lässt. Foto: dpa

Merode. Der Aachener Energieversorger Stawag prüft derzeit, inwieweit sich ein Windpark im Meroder Wald in Langerwehe verwirklichen lässt. Um die Bürgerinnen und Bürger umfassend über dieses Thema zu informieren, findet am Montag, 20. Oktober, um 19 Uhr eine Informationsveranstaltung im Saal Behrendt, Eifelstraße 36, in Langerwehe-Schlich statt.

Wie Stawag-Sprecherin Eva Wußing am Donnerstag auf Anfrage unserer Zeitung mitteilte, sehe ihr Unternehmen durchaus Potenzialflächen für Windkraftanlagen im Wald von Merode. „Wir stehen aber noch ganz am Anfang mit unseren Planungen“, sagt Eva Wußing. „Am Montag wollen wir ganz ergebnisoffen mit den Bürgern über eine mögliche Windkraftanlage im Wald von Merode diskutieren.“

Im Rahmen der Veranstaltung gibt es drei Impulsreferate. Oberforstrat Axel Kämmerling vom Landesbetrieb Wald und Holz NRW spricht zum Thema „Wind im Wald“, Dr. Michael Quest von der Firma „Ecoda“, die Umweltgutachten erstellt, über den „Ökologischen Einfluss von Windkraft im Wald am Beispiel des Meroder Waldes“ und Tom Krause, Projektleiter bei der Stawag, hat sein Referat mit dem Titel „Windpark Meroder Wald“ überschrieben.

Moderiert wird der Abend von Sascha Schulz von der Energieagentur Nordrhein-Westfalen. Im Anschluss an die Vorträge bekommen die Bürger die Gelegenheit, ihre Fragen zu stellen.

„Der Windpark im Meroder Wald“, betont Bürgermeister Heinrich Göbbels, „ist eine Privatinitiative der Firma Stawag auf einem Gelände, das der Prinzenfamilie von Merode gehört. Bislang liegt für diese Anlage noch kein offizieller Antrag an die Gemeinde Langerwehe vor.“ Allerdings, so Göbbels weiter, gäbe es in der Töpfergemeinde einen Ratsbeschluss, der besagt, dass die Gemeinde Langerwehe grundsätzlich Windkraftanlagen im Wald ausschließt.

Heinrich Göbbels: „Daran hat sich auch nichts geändert. Die Gemeinde hat Vorrangflächen für Windkraftanlagen ausgewiesen, Flächen im Wald sind nicht dabei.“ In Nordrhein-Westfalen, erklärt Göbbels, sei es allein Aufgabe der Räte, über Flächen für Windkraftanlagen zu entscheiden.

Göbbels: „Und auch in diesem Punkt wird der Rat entscheiden, wo die Reise hingeht.“ Der Stawag ist der Langerweher Ratsbeschluss durchaus bekannt. „Wir kennen diese Entscheidung natürlich“, so Eva Wußing. „Trotzdem möchten wir die Bürgerinnen und Bürger über die verschiedenen Möglichkeiten, die wir im Wald von Merode sehen, informieren. Wie wir dann weiter verfahren werden, kann ich heute noch nicht sagen.“

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