Wie man auch am Arbeitsplatz fit bleibt

Von: han
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Gute Laune und hoher Spaßfaktor beim Gesundheitstag der Firma Sihl, der viel bot. Ob Bludruckmessung oder Nordic Walking, Rückenschule oder Muskelentspannung: Fast die Hälfte der Belegschaft nahm an diesem Pilotprojekt teil. Foto: Schmitz

Düren. „Linkes Bein hoch, jetzt wechseln wir zum rechten!” Leises Stöhnen ist im Raum zu hören. Doch Therapeutin Ernie Schnitzler überhört das flüsternde Gejammer. Bestimmt und fröhlich kommen ihre Anweisungen, und die Menschen auf den Matten folgen.

Das Quälende und Anstrengende soll schließlich ihnen gut tun. Rückentraining ist angesagt in den Räumen des Unternehmens Sihl. Eine schweißtreibende Angelegenheit, wie auch Betriebsleiter Reiner Bolz zu spüren bekommt. Die Krawatte hat er ausgezogen, das Businesshemd hat bei den Übungen seine glatten Konturen verloren.

Wie viele Mitarbeiter des Werkes nimmt er am Gesundheitstag teil. „Fit by Sihl”, lautet das Motto. Ein Aktionstag, der in Zusammenarbeit mit der Barmer/GEK- Krankenkasse stattfindet, ein Schnuppertag mit vielen Angeboten zum Thema Gesundheit für die Belegschaft. Und alles innerhalb der Arbeitszeit.

Krankheitstage sinken

Fast die Hälfte der 340 Beschäftigten nutzte die Gelegenheit. Eine Flasche Wasser und einen Apfel zum Arbeitsbeginn sollte auf gesundheitliche Aspekte einstimmen, ein Frühstück und ein Mittagessen nach modernen Ernährungsrichtlinien folgten. Gesunde Ernährung war ein Tagesschwerpunkt. Die Gesundheit des Einzelnen zu fördern, rücke immer mehr in den Blickpunkt unternehmerischer Tätigkeit, beschrieben Robert Valter, Leiter des Personalwesens, und Reiner Bolz die Ausgangslage

„Wir möchten Mitarbeiter haben, die gesund zur Firma kommen und sie abends wieder gesund verlassen”. Die Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt, fehlender Nachwuchs, immer älter werdende Arbeitnehmer, längere Lebensarbeitszeiten erforderten eine stärkere Prävention. Gesunde Beschäftigte ließen die Zahl der Krankheitstage sinken, förderten die Produktivität. Neben dem Unternehmensinteresse ginge es aber auch um den Einzelnen.

„Wer fit ist, der hat mehr vom Leben”, erläuterte Horst Gaubatz, Bezirksgeschäftsführer der Barmer GEK, die Zusammenarbeit bei diesem Pilotprojekt, der auch anderen Betrieben zu einer solchen Aktion rät.

Neben dem normalen Arbeitsprozess herrschte auch andere Betriebsamkeit im Unternehmen. Da wurde auf dem Hof Nordic Walking oder „Richtig Laufen” ausprobiert, fast lautlos progressive Muskelentspannung einstudiert oder eine Lehreinheit in der Rückenschule angeboten. Darüber hinaus wurde Blutdruck, Blutzucker, Cholesterin oder der Body- Maß-Index gemessen und der allgemeine körperliche Zustand im Rahmen einer Cardioscan-Messung ermittelt.

Der Gesundheitstag soll nach Aussagen der Werksvertreter keine einmalige Angelegenheit bleiben. Betriebssport und regelmäßige Kursangebote zu Fitness und Gesundheit können sich im Rahmen eines „Gesundheitsmanagement” vorstellen, falls die Mitarbeiter Interesse haben.

Erfolge mit ihren Arbeitsschutzprogrammen hatte das Werk schon. Seit 21 Monaten gab es keinen nennenswerten Arbeitsunfall mehr.
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