Wie Flüchtlinge spielend die Sprache lernen und trainieren können

Von: Sandra Kinkel
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Klönen, spielen, Deutsch sprechen: Der Asylkreis Langerwehe hat ein „Klön-Café“ ins Leben gerufen. Jede Woche treffen sich Flüchtlinge in der Europaschule Langerwehe. Foto: Sandra Kinkel

Langerwehe. Die Stimmung in der Cafeteria der Europaschule ist munter. An einem Tisch sitzen Männer und Frauen zusammen und lesen, Barbara Andrä vom Asylkreis Langerwehe hat Wolle und Stricknadeln dabei. Und Heinrich Walter, Englisch- und Biologielehrer der Gesamtschule, spielt mit einer Gruppe von Flüchtlingen das asiatische Strategiespiel „Go“.

Es ist Dienstagnachmittag und „Klön-Café“-Zeit. Barbara Andrä, die die Initiative „Sprachpaten“ des Asylkreises Langerwehe betreut, erklärt, wie das „Klön-Café“ entstanden ist: „Unsere Sprachpaten bieten mittlerweile einen Alphabetisierungskurs und vier Deutschkurse an. Vonseiten der Kursteilnehmer ist der Wunsch entstanden, eine Gelegenheit zu bekommen, um Deutsch zu sprechen. Und unsere Sprachpaten haben sich gewünscht, sich mit den Flüchtlingen in einem ungezwungenen Rahmen zu treffen, um sich besser kennenzulernen.“

Auch Sportangebote

Zwischen 10 und 25 Leute nehmen regelmäßig an den Treffen teil, es wird viel erzählt, manchmal machen aber auch Lehrer der Europaschule spezielle Sport- oder Spielangebote.

Barbara Andrä: „Die Asylbewerber, die mitmachen, kommen aus Syrien, Eritrea, Afghanistan, dem Libanon, dem Iran und dem Irak. Von Anfang an haben wir uns bemüht, alles immer in Englisch und in Deutsch zu erklären. Mittlerweile kommen wir aber meistens nur mit Deutsch aus. Die sprachlichen Fortschritte, die die Leute machen, sind sehr schön zu beobachten.“

Vom Asylkreises sind neben Barbara Andrä noch Renate Harth, Monika Hübscher, Viktor Kox und Margit Thoma mit von der Partie.

„Einmal“, erzählt Renate Harth, „haben wir mit den gleichen Zutaten, nämlich Hähnchen, Reis und Gemüse, ein deutsches und ein arabisches Gericht gekocht. Beide Gerichte waren sehr lecker. Und für uns war es sehr schön zu sehen, mit welch großer Begeisterung die Flüchtlinge bei der Sache waren. Da kommt sehr viel von ihnen zurück.“

Neben dem „Klön-Café“ bietet der Asylkreis eine Kleiderkammer an, außerdem gibt es etliche Familienpaten, die Flüchtling bei alltäglichen Dingen begleiten und unterstützen.

Barbara Andrä: „Außerdem haben einige Laptops zur Verfügung gestellt bekommen, so dass wir demnächst im Pfarrheim, wo es freies W-Lan gibt, Internetstunden anbieten können.“

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