Düren - Wie ein Kuss einen Menschen verändert

Wie ein Kuss einen Menschen verändert

Von: Bruno Elberfeld
Letzte Aktualisierung:
phantom2-159
Das „schräge” Team des Musicals „Phantom der Oper” um Weltstar Deborah Sasson (Mitte) auf der Bühne der Arena. Foto: bel

Düren. „Jetzt ist es ganz dunkel. Jetzt sehen wir gar nichts mehr!” Die Besucherin überkam offenbar wie viele der 1400 Gäste in der Arena Kreis Düren schon das Gruseln, bevor Dirigent Peter Moss seinem Phantom-Orchester den Einsatz zur Ouvertüre gab. Das Ensemble um Weltstar Deborah Sasson zauberte danach auf die Bretter der Arena im Musical „Phantom der Oper” eine Masse beeindruckender Gruseleffekte, die Gänsehaut erzeugten.

Fröhliche Szenen, gespielt von einem Haufen schräger Typen, ließen den Blutdruck der Menschen im Saal wieder sinken. Die Darstellerinnen und Darsteller erfüllten ihren Part in Choreografie und Schauspiel hervorragend.

Immer wieder blitzte zur Freude des Publikums eine riesige Portion Witz, Schalk und Humor auf. Jede Stimme traf den richtigen Ton. Hervorragend und souverän die Hauptdarsteller des Phantoms (Axel Olzinger und Graf Raoul (Jochen Sautter). An der Spitze natürlich die international bekannte Sopranistin Deborah Sasson, die vor Jahren schon einmal in Düren auf einer Bühne gestanden hatte.

Sasson spielt im „Phantom der Oper” das Chormädchen Christine, das von zwei Männern begehrt wird. Graf Raoul liebt sie schon seit Jahren. Neu in ihr Leben tritt das Phantom, von Geburt an im Gesicht verunstaltet. Es treibt sich in der Oper herum und will Christine mit seinen magischen Kräften für sich gewinnen. Der Kampf um Christine ist hart. Ein schwesterlicher Kuss von ihr jedoch erweicht schließlich das Herz des Phantoms, so dass einem Happyend zwischen ihr und Raoul nichts mehr im Wege steht.

Im Gegensatz zu vielen anderen Produktionen ist es dem Team um Regisseurin Verena Friedrich, Dirigent Peter Moss, allen Beteiligten vor, hinter und auf der Bühne gelungen, ihre Fassung des Musicals sehr nahe am Roman-Bestseller von Gaston Leroux zu positionieren.

Zur hervorragend gespielten Musik, einer Mischung aus Klassik, Operette und Rockmusik, präsentierten sich Bühnenbild und Lichteffekte bunt und spannend - angesichts der Tatsache, dass die Arena kein Opern- oder Musicalhaus ist, eine erstaunliche Leistung. Deborah Sasson: „Ich bin erstaunt, welch gute Akustik die Halle aufweist. Für einen Bau dieser Art nicht immer üblich!”
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert