Wie aus Papier Gepäckanhänger und WM-Tickets werden

Von: smb
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Die Firma Sihl beschichtet Papiere und Folien: 20 DZ-Leser können am 13. Oktober einen Blick hinter die Kulissen werfen. Foto: Sihl

Düren. Wenn das Bodenpersonal am Check-in-Schalter ein langes Klebeband mit jeder Menge Informationen an Ihren Koffer klebt, dann kann es gut sein, dass das Papier dafür aus Düren kommt. Die Firma Sihl produziert nämlich ebendiese speziellen Papiere für Gepäckanhänger.

Ohne diese würde ein Koffer wohl kaum am richtigen Reiseziel ankommen. Auch Sicherheitspapiere, wie sie zum Beispiel in Bahntickets gebraucht werden, kommen von der Rur. Und wer bei der vergangenen Fußballweltmeisterschaft ein Ticket in den Händen hielt, der hat auch ein Dürener veredeltes Papier in den Händen gehalten. Aber auch Ihr EKG oder EEG könnte auf Papier aus der Region geschrieben worden sein.

Mit 300 Mitarbeitern veredelt die Firma Sihl in Düren auf zehn Beschichtungsmaschinen Papiere und Folien. Wie genau das funktioniert, davon können sich 20 DZ-Leser bei der zweiten Herbsttour ein Bild machen.

Am Dienstag, 13. Oktober, wird Siegfried Zilliger, Geschäftsführer der Firma Sihl, die Gruppe über das etwa acht Fußballfelder große Gelände an der Kreuzauer Straße 33 führen. Die DZ-Leser werden den Weg vom angelieferten Material bis hin zum veredelten Produkt verfolgen und erfahren, wie es mit den Spezialpapieren weitergeht.

Die Gruppe wird erfahren, wie ein Papier so bearbeitet wird, dass es mit bloßen Händen nicht zerrissen werden kann und unter anderem bei Landkarten zum Einsatz kommt, die wind- und wetterfest sein sollen. Ein weiterer großer Geschäftsbereich sind die Papiere und Folien für den grafischen Bereich und den Digitaldruck, insbesondere für den Fotodruck.

Die Wurzeln von Sihl reichen über 500 Jahre zurück bis zu seiner erstmaligen Erwähnung als „alte Papiermühle auf dem Werd“ in Zürich. Das Dürener Werk besitzt eine mehr als 100-jährige Tradition in der Papierbeschichtung. Früher als Renker GmbH firmierend, schloss sich das Unternehmen mit seinen Produktionswerken 1990 mit der Papierfabrik Sihl zusammen.

Im Dürener Werk macht die Firma insgesamt einen Jahresumsatz von 80 Millionen Euro, mehr als zwei Millionen werden pro Jahr investiert. Zudem sichere eine starke Entwicklungsabteilung den Standort.

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