Düren - Widerstand gegen „Ampel“-Pläne: Unterschriftensammlung gestartet

Widerstand gegen „Ampel“-Pläne: Unterschriftensammlung gestartet

Von: Stephan Johnen
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Ingrid Jünger-Ehlers, Elfriede Cäsar und Helmi Hermans-Mainus (von links) haben eine Unterschriftensammlung gestartet. Sie rechnen damit, dass sich alle Händler aus der Weierstraße beteiligen.

Düren. Gegen die Pläne der „Ampel“-Koalition, an der Weierstraße eine „Mobilitätsstation“ zu errichten, regt sich Widerstand in der Geschäftswelt. Ingrid Jünger-Ehlers, Elfriede Cäsar und Helmi Hermans-Mainus haben eine Unterschriftensammlung gestartet und wollen damit einer Protestnote bis zur nächsten Sitzung des Stadtrates Nachdruck verleihen.

„Wir rechnen damit, dass sich alle ortsansässigen Händler beteiligen. Denn die aktuellen Planungen befürwortet niemand“, ist Ingrid Jünger-Ehlers überzeugt. Am Mittwoch beschäftigt sich der Stadtrat mit der Frage, ob sechs der 18 Kurzzeitparkplätze wegfallen, um für eine überdachte Fahrrad-Abstellanlage mit 16 Stellplätzen – Baukosten etwa 30.000 Euro – und eine Car-Sharing-Station (zwei Autos) Platz zu schaffen.

Für die „Ampel“-Mehrheit ist dies ein Schritt hin zu klimafreundlicher Mobilität, der Verkehrsdruck werde reduziert. Die CDU-Opposition spricht hingegen von einer Entscheidung gegen die Besucher der Stadt, die die Parkplätze in Nähe des Marktes besonders schätzten. Kritik gibt es auch an dem Car-Sharing-Modell, das von der Stadt mit einer monatlichen Umsatzgarantie und einem Verzicht auf die Stellplatzgebühr im ersten Jahr angeschoben werden soll. Dies sei ein „übliches Modell“, verteidigt die „Ampel“ den Plan.

„Mit dem von Ihnen vorgestellten Vorschlag verschleudern Sie Steuergelder, um einzelne Firmen zu subventionieren. Gleichzeitig nehmen Sie in Kauf, dass ortsansässigen Händlern die Existenzgrundlage entzogen wird“, heißt es in dem Schreiben der Einzelhändler an die Stadtratsmitglieder. Die Geschäftsleute gehen nicht davon aus, dass Kunden „ihr Einkaufsverhalten den politischen Wunschvorstellungen nach Autofreiheit“ anpassen werden.

Elfriede Cäsar sagt: „Die Kunden wollen kurze Wege, um ihre Einkäufe relativ problemlos abtransportieren zu können.“ Gerade älteren Menschen sei kaum zuzumuten, ihre Wochenmarkt-Einkäufe „bis zum Annakirmesplatz zu tragen“. Aus Sicht der Händler könnte die Fahrrad-Abstellanlage auf dem bestehenden Parkplatz an der Annakirche errichtet werden. Für Car-Sharing-Stellplätze sei die Wilhelmstraße besser geeignet.

Bei einem Wegfall von Parkplätzen an der Weierstraße befürchten die Einzelhändler einen Frequenzrückgang. „Jedes Mal, wenn aufgrund einer Veranstaltung die Weierstraße gesperrt wird, bekommen wir das deutlich zu spüren“, sagt Elfriede Cäsar. „Diese Form von Verkehrsberuhigung führt dazu, dass es auch in den Läden sehr ruhig wird.“

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