„Widersprüchliche Aussagen“ zu Windrädern am Peterberg?

Von: sj
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Raffelsbrand. Lehnt das Amt für Bodendenkmalpflege im Rheinland Windräder am Peterberg bei Raffelsbrand ab, oder wurden nach einem Ortstermin von Vertretern der Gemeinde Hürtgenwald und den Denkmalschützern alternative Standorte für einige Räder gefunden?

In einer E-Mail an den Bürgermeister und alle Fraktionsvorsitzenden fordert FDP-Ratsherr Stephan Cranen eine schriftliche Stellungnahme von Hürtgenwalds Bürgermeister Axel Buch zu den „widersprüchlichen Aussagen“.

Er fügt eine E-Mail aus dem Amt für Bodendenkmalpflege mit Datum vom 4. März 2015 an, aus der hervorgeht, dass sich die Gemeinde und Denkmalschützer „keinesfalls einig“ seien. Der Bürgermeister sprach hingegen in der Ratssitzung vom 26. Februar und gegenüber unserer Zeitung davon, dass es keine Bedenken mehr gebe und die Einwände des Amtes für Bodendenkmalpflege überholt seien. Diese Antwort sei „nicht richtig“, heißt es in der E-Mail an Cranen. Das Amt für Bodendenkmalpflege lehne die Planung stattdessen „grundsätzlich ab“.

„Somit ist festzustellen, dass die Angaben in den Anlagen zur öffentlichen Sitzungsvorlage nicht stimmen und somit sowohl der Politik als auch dem Bürger suggeriert wird, der Landschaftsverband Rheinland hätte keine Einwände mehr“, kritisiert Cranen.

Axel Buch weist Kritik zurück

Diese Kritik weist Bürgermeister Axel Buch zurück. „Es gibt eine Absprache zu den Standorten, Details zur technischen Ausführung müssen aber noch geklärt werden“, bekräftigte Buch Donnerstag noch einmal auf Anfrage seine bisherigen Aussagen. Noch im März soll es diesbezüglich ein Gespräch mit dem Landesarchäologen Professor Dr. Jürgen Kunow geben.

„Die Gespräche mit der Gemeinde Hürtgenwald sind noch nicht abgeschlossen“, sagt Uwe Steinkrüger, Sprecher des LVR-Amtes für Bodendenkmalpflege. Die Frage, wie der Denkmalschutz zu den Planungen der Gemeinde steht, am Peterberg eine Windkraftkonzentrationszone auszuweisen, sei nicht abschließend beantwortet. Die zitierte E-Mail stelle keine endgültige Aussage dar.

Steinkrüger bestätigte, dass es ein Gespräch zwischen Bürgermeister Axel Buch und dem Landesarchäologen geben soll. Der Peterberg sei als ehemaliges Schlachtfeld ein Bodendenkmal. „Auch wenn man nicht viel sieht, sind viele Dinge überwuchert und im Boden verborgen“, sagte Steinkrüger.

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