Widerspruch gegen den Ablehnungsbescheid eingelegt

Von: smb
Letzte Aktualisierung:

Kreuzau/Nideggen. „Ich habe kein Verständnis dafür, dass ein Kind, das hier lebt, hier seine Freunde und seine Hobbys hat, jetzt in Düren oder Vettweiß zur Schule gehen soll”, sagte eine aufgebrachte Mutter, die in ihrem Briefkasten einen Ablehnungsbescheid gefunden hat, gegenüber der DZ.

Ihr Kind ist eines von neun Kreuzauer Kindern, die an der Sekundarschule nicht angenommen wurden. Und wie es unseren Informationen nach einige andere Eltern auch planen, hat sie bei der kommissarischen Schulleiterin Widerspruch eingelegt und beim Verwaltungsgericht eine einstweilige Verfügung beantragt. Kurz: Sie versucht, ihr Kind in die Sekundarschule einzuklagen.

Am Donnerstagmorgen waren einige Eltern auf der Suche nach Lösungen ins Schulzentrum gekommen, Schuldezernent Guido Steg stieß spontan dazu, um sie zu beraten. Freie Plätze für Schüler gibt es beispielsweise in der Realschule Wernersstraße, der Hauptschule Vettweiß und der Hauptschule Burgauer Allee. Die Gemeinde selbst prüft laut Steg derzeit, ob sie nicht doch noch etwas für die Vierzügigkeit in Kreuzau tun kann.

Die Mutter aus Kreuzau hat ihr Kind kurzfristig am Gymnasium angemeldet, damit es nicht vollständig aus dem sozialen Umfeld gerissen wird. Richtig wohl ist ihr bei der Sache aber nicht.

Für die Bezirksregierung kam die Entscheidung nicht so überraschend, wie für Gemeinde und Eltern, gleichwohl äußert man dort Verständnis für die Aufregung der Eltern. „Die Schule wurde entsprechend den Vorgaben aus dem Ministerium für Schule und Weiterbildung mit sieben Zügen genehmigt (...), wobei als Voraussetzung genannt wurde, dass mindestens 100 Anmeldungen für Kreuzau aus dem Gemeindegebiet Kreuzau und dem Stadtgebiet Nideggen vorliegen sowie 75 Anmeldungen am Standort Nideggen aus dem Gemeindegebiet Kreuzau und dem Stadtgebiet Nideggen.

Für den Fall, dass diese Anmeldezahlen aus dem Gebiet Kreuzau und Nideggen nicht erreicht werden, wurde ein Widerruf vorbehalten. Dann war die alternative Genehmigung mit zwei Zügen in Nideggen und drei Zügen in Kreuzau vorgesehen. Diese Situation ist jetzt eingetreten.”

Die Beteiligten indes hatten die Informationen nach Gesprächen und Beratungen laut Guido Steg „anders interpretiert”.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert