Kreis Düren - Wetter: Neue Rekordwerte beim Niederschlag

Wetter: Neue Rekordwerte beim Niederschlag

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Kreis Düren. „Zu mild, schneearm, sehr sonnig und extrem trocken“, so könnte man in Kurzform den letzten Monat des Jahres 2016 charakterisieren. Bei genauerer Betrachtung der Monatsmitteltemperaturen zeigen die Stationen Düren (4,2°) und Nideggen-Schmidt (4,2°) positive Abweichungen von 1,5 bis 2,1 Grad.

Hier weitere Ergebnisse der Durchschnittstemperaturen: Zülpich 3.9°, Vossenack 3.8° und im Rurtal rund um Heimbach 3.3°. Auf den Eifelbergen war die Abweichung vom Mittelwert (1981-2000) deutlich größer als in den Niederungen der Bördenlandschaft, sicherlich eine Folge der vielen Fröste und der häufigen Nebelbänke.

Die höchsten Temperaturen des Monats schaffte ein leichter Eifelföhn am 9. und 10. Dezember, so zum Beispiel 15.3° in Heimbach-Hasenfeld, 15,6° in Kreuzau-Drove, 15,8° in Düren und 16,2° in Kreuzau-Winden.

Die niedrigsten Werte der Lufttemperatur wurden am zweiten Advent (3./4. Dezember) sowie zum Jahresende (30./31.) ohne Schneedecke über gereiften Böden gemessen. Hier einige sehr kalte Orte: -8,0° in Nörvenich, -8,3° in Düren aber nur -4,1° in Vossenack. Am Erdboden war es im Rurtal unweit von Düren sogar -12,3° kalt. Die Zahl der Frosttage entsprach im Dezember den Langzeitwerten und schwankte zwischen zehn Tagen in Vossenack und 13 Tage in Heimbach.

Herausragend – vor allem für die Betreiber von Solaranlagen – waren die Sonnenscheinsummen im letzten Monat des Jahres. Rund um Düren gab es zum Teil neue Rekorde für den Dezember. Hier einige Ergebnisse, die bis zu 200 Prozent des Normalwertes erreichen: Drove 111 Stunden, Zülpich 98, Schmidt 97, Düren 95, Winden 87 und Hasenfeld 71 Stunden.

Hohe Luftdruckwerte

Sehr auffallend waren die Luftdruckwerte des Monats. Der monatliche Durchschnittswert von 1030,4 hPa in Schmidt sucht in den vergangenen 30 Jahren seinesgleichen. Am 27. und 28. Dezember wurden zwischen Trier, Aachen und Köln die höchsten Luftdruckwerte seit Beginn der Beobachtungen im Rheinland notiert: Aachen-Orsbach1046,4 hPa, Schmidt1047,3 hPa, Nörvenich 1046,3 hPa.

Auch beim Niederschlag gab es neue Rekordwerte durch die extreme Trockenheit im Dezember. Atlantische Tiefs hatten gegen die kräftigen Hochs kaum eine Chance. Sturmböen blieben eine Rarität, stattdessen verzauberten starke Rauhreifablagerungen die Täler.

Im Vergleich zu den Langzeitwerten fielen verbreitet nur zehn bis 20 Prozent der üblichen Summen. Nur rund um Vossenack und Brandenberg fielen 20 bis 23 l/qm (Wilder Pfad im Kermeter 17 l/qm). Weitere Niederschlagssummen des Monats: Winden 8,8 l/qm, Düren Rurtal 9,3 l/qm, Vettweiß 11 l/qm, Vlatten, Heimbach und Hoven 12 l/qm sowie Hasenfeld, Nörvenich und Drove 14 l/qm.

In Düren wird seit 1933 Niederschlag gemessen, noch trockener als in diesem Jahr (9 l) waren die Dezember 1971 mit 8 l/qm und 1975 mit 5 l/qm. Auch im Dezember 1963 fielen zwischen Nörvenich und Jülich nur 7 bis 8 l/qm. Zwischen Aachen und Köln fiel im bisher kältesten Dezember (seit Beginn der Beobachtungen) 1890 sogar nur 1 l/qm, trockene Dezember gab es also immer mal, wenn auch nur selten.

Der Dezember 1890 war in Düren enorme 8° kälter als in diesem Jahr. Damals waren Schnee, Frost und gefrorene Seen noch ein Gesprächsthema, im Dezember 2016 konnten die Kinder davon nur träumen.

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