Hergarten - Wenn der Krimiautor am heißen Meiler liest

Wenn der Krimiautor am heißen Meiler liest

Von: sis
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Stapeln für den Meiler: Gerd
Stapeln für den Meiler: Gerd Linden legte in den vergangenen Tage akribisch kleinere Holzscheite aneinander, um dem Holzmeiler seine charakteristische Kuppelform zu geben. Foto: Sistemich

Hergarten. 100 Raummeter trockenen Buchenholzes haben Gerd Linden und sein Team in den vergangenen Monaten auf unterschiedliche Längen geschnitten und schließlich gespalten. Hunderte von Holzscheiten hat Linden in den vergangenen Tagen im Wald bei Hergarten-Düttling in die Hand genommen.

Einen Meter lange oder auch nur Stücke von 30 oder 40 Zentimetern.Er und seine Helfer haben die Scheite um drei Stangen gestapelt, die von Ringen zusammengehalten werden. Um diese sogenannte Fülle stellten und legten sie Scheit für Scheit, bis der Meiler mit seinen etwas über zehn Metern Durchmesser und seiner Höhe von 2,80 Meter fertig war für die restlichen Arbeiten: Es galt, mit Reisig Lücken zu stopfen, mit Grassoden und alter Meilerasche die Scheite zu bedecken, um den Meiler luftdicht abzuschließen.

Denn wenn am Samstag die CDU-Europaabgeordnete Sabine Verheyen aus Aachen um 14 Uhr den Meiler anzündet und Heimbachs Pastor Hans Dionks ihn segnet, beginnt die knifflige Phase der Holzkohlenproduktion: Mit Zug- und Rauchlöchern muss der Meiler dosiert gesteuert werden.

Diesen Prozess können die Besucher täglich erleben. Gerd Linden und sein Team erklären jeweils zwischen zehn und 19 Uhr aber nicht nur den Produktionsprozess, sie laden auch zu drei Meilerfesten ein: Am Sonntag, 27. Mai, am Sonntag, 3. Juni, und an Fronleichnam, 7. Juni, wenn der Meiler geöffnet wird, bieten sie ein prall gefülltes Programm: Kaltblüter rücken Holz. Schmiede demonstrieren ihr Können mit Hammer und Amboss. Die Falkner aus Hellenthal lassen die Greifvögel steigen. Es gibt einen Streichelzoo für Kinder. Technikliebhaber können historische Traktoren bewundern. Und ein Künstler demonstriert mit der Kettensäge, dass man mit ihr nicht nur Bäume fällen kann.

Jeweils ab 12 Uhr gibt es den Köhlerbraten. Am Samstag, 2. Juni, tritt ab 19 Uhr die „Eifel-Gäng” auf. Ralf Kramp liest aus neuen Krimi-Texten, Manfred Lang gibt „Eifeler Verzällche” zum Besten, Liedermacher Günter Hochgürtel musiziert als verbindendes Element.
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