Wenn aus dem Strandgut eine Stele geschnitzt wird

Von: heb
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Dieser Zollstock ist wohl zu schade für die Baustelle: Eine schöne Idee von Franz Weber bei „Kunst in der Fabrik“. Foto: Hendrik Buch

Düren. Kunst in allen Ecken und Winkeln gab es in den Räumen der Fabrik für Kultur Becker & Funck zu sehen. Zum vierten Mal boten dort regionale, nicht professionelle Künstler ihre Werke an und luden die Gäste zu einem Rundgang durch die lokale Kunst.

„Die Veranstaltung ist eigentlich ein Ableger des Hobbykunstmarktes im Haus der Stadt“, erklärt Martina Kämmerling, die beide Veranstaltungen organisiert. „Die Zahl der Anmeldungen von Malern für das Haus der Stadt ist immer so groß, dass eine eigene Veranstaltung einfach Sinn macht.“

In der Fabrik für Kultur und Stadtteil hat Kämmerling den in ihren Augen perfekten Ort für den Kunstmarkt gefunden. „Das Ambiente hier passt einfach, das bestätigen auch die Künstler.“ Diese schätzen „Kunst in der Fabrik“ noch aus ganz anderen Gründen. Franz Weber erklärt: „Der kreative Austausch hier ist immer sehr gewinnbringend für die Künstler und Gäste.“

Aus Holz und Styropor

Weber gestaltet Schnitzereien aus Holz und Styropor und macht Holzschnitte sowie Stelen aus Strandgut. Es entstehen kleine, abstrakte Figuren, die mit bunten Acrylfarben im freundlichen Wesen erscheinen. „Fröhlich muss es doch immer sein“, lacht Weber.

Weber ist einer von über 20 Künstlern, die am Wochenende ihre Werke in der Fabrik präsentierten. Unter dem Oberbegriff der Malerei fanden sich etliche verschiedene Formen der Kunst. Von den Comics und Mangazeichnungen von Jennifer Dols aus Merzenich bis zu den Landschaftsbildern von Doris Stamm zeigte die Kunst ein breites Spektrum. Auch die Bandbreite der Aussteller reichte von langjährigen, regionalen Kräften wie Ilse Daneel aus Düren bis hin zum Debütanten Ludger Uerlings aus Langerwehe, der seine Pastellkreidezeichnungen erstmals öffentlich präsentierte.

„Mit dem Besuch sind wir sehr zufrieden“, resümiert Martina Kämmerling den Erfolg der Veranstaltung. Auf die nächste Ausgabe müssen die regionalen Kunstfans allerdings etwas warten: Das Format wird im zweijährigen Rhythmus ausgetragen.

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