Weniger Briefwähler in Düren als erwartet

Von: Jörg Abels
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Gelb, orange, grün, grau: Jeder Dürener bekommt vier Wahlzettel, einige zusätzlich auch Stimmzettel für eine repräsentative Statistik. Foto: Abels

Düren. 69.533 Dürener ab 16 Jahren sind aufgerufen, am 25. Mai einen neuen Stadtrat zu wählen. Nur gut 4400 von ihnen haben bislang Briefwahl beantragt. Das lässt schon heute auf eine sehr niedrige Wahlbeteiligung schließen.

Das städtische Wahlteam um Bürgerbüroleiter Hans-Jörg Feltes hatte mit deutlich mehr Interesse gerechnet und nach knapp 12.000 Anträgen bei der Bundestagswahl im vergangenen Herbst vorsorglich schon einmal 20 Mitarbeiter nur für die Bearbeitung der Briefwahlanträge abgestellt.

Antrags- und Abgabefristen

Doch diese Marke wird wohl nicht mehr erreicht. Das zeichnet sich schon heute ab, auch wenn Briefwahl noch bis zum 23. Mai, 18 Uhr, bei nachgewiesener Krankheit auch noch bis 15 Uhr am Wahltag selbst, beantragt werden kann (schriftlich mit dem Wahlbenachrichtigungsbrief oder online über www.dueren.de/wahlen).

Bei der Bundestagswahl gaben rund 66 Prozent der Dürener ihre Stimme ab, bei der Kommunalwahl 2009 waren es nur knapp 48 Prozent.

Wichtig für alle Briefwähler: Die Wahlbriefe für die Europawahl müssen am Wahlsonntag bis 18 Uhr im Bürgerbüro eingegangen sein, die für die Integrationsratswahl und die Kommunalwahl bereits bis 16 Uhr. Letztere müssen schließlich noch in die jeweiligen Wahlbezirke gebracht werden. Sie zählen für die Wahl des Kandidaten vor Ort. Die der EU- und Integrationswahl werden separat gezählt und fließen dann in das Gesamtergebnis ein.

Die Kombination aus Europa-, Kommunal- und Integrationswahl stellt das städtische Wahlteam schon bei der Briefwahl vor große Herausforderungen. „Insgesamt gibt es 56 verschiedene Stimmzettel“, erklärt Feltes. Daher müssen seine Mitarbeiter penibel aufpassen, jedem Briefwahlantrag auch die richtigen zuzuordnen, damit nicht plötzlich ein Niederauer die Kandidatenliste aus Derichsweiler erhält und die Wahl damit anfechtbar würde.

Im Bürgerbüro liegen neben dem Stimmzettel für die EU-Wahl, 25 weitere für die Wahl des Stadtrates und neun für die Kreistagswahl. Dazu kommen für EU- und Kreistagswahl jeweils zehn Stimmzettel für die vom Gesetzgeber vorgeschriebene repräsentative Wahlstatistik.

In den Wahllokalen 21.1 (Landwirtschaftskammer) und 22.1 (Musikschule) wird das Wahlverhalten nach Alter und Geschlecht abgefragt und dem Landeswahlleiter gemeldet, erklärt Feltes. In Düsseldorf wird dann errechnet, wie viele Männer und Frauen einer Altersgruppe welche Partei gewählt haben. Vor der Cornetzhofschule wird zudem noch ein Vertreter von Infratest Dimap warten. Er wird die Wähler für die Hochrechnungen des Fernsehens nach ihrer Wahlentscheidung befragen.

Am Wahltag sind in den 71 Wahlvorständen über 640 Männer und Frauen im Einsatz, davon über 300 Freiwillige. Die andere Hälfte stammt aus Behörden. Die Erhöhung des Erfrischungsgeldes von 21 auf 40 Euro habe sich positiv bemerkbar gemacht, betont Feltes, auch wenn hier und da bei den Wahlvorständen noch eine Lücke geschlossen werden muss.

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