Wenau setzt Winkhold einen Tag vor Trainingsbeginn ab

Von: dma
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Wenau. Die Erste Mannschaft von Jugendsport Wenau hat am Dienstagabend ihre Vorbereitung auf die Rückrunde begonnen – allerdings ohne den Trainer, der die Mannschaft noch in der Hinserie gecoacht hatte.

Am Montag, keine 24 Stunden vor der ersten Übungseinheit des Jahres, setzte der Vorstand des JSW André Winkhold davon in Kenntnis, ohne ihn in die zweite Saisonhälfte gehen zu wollen. In einer vom Klub verschickten Pressemitteilung hieß es dazu knapp: „Jugendsport Wenau teilt mit, dass die Zusammenarbeit mit André Winkhold als Trainer der 1. Mannschaft mit sofortiger Wirkung beendet wird.

Die Mannschaft wird in der Rückrunde der laufenden Saison vom bisherigen Co-Trainer, Markus Kohlhaas, geführt. Kohlhaas steht der bisherige Torwart-Trainer Uwe Nitschke als Co-Trainer zur Seite.“

Damit geht die 26-monatige Amtszeit des ehemaligen Bundesligaprofis (Borussia Mönchengladbach, Fortuna Düsseldorf und Alemannia Aachen) in der HTG-Arena abrupt und zu einem zumindest für Außenstehende ungewöhnlichen Zeitpunkt zu Ende. Die erste Bezirksligasaison nach dem Abstieg aus der Landesliga im Sommer 2013 endete mit dem siebten Platz im Abschlussklassement zwar noch halbwegs passabel.

In der aktuellen Spielzeit wollte aber nur noch wenig klappen: In einer schwachen Hinrunde holten die Jugendsportler gerade einmal 14 Punkte und sind nur Elfter, immer wieder ereilten den JSW hohe Niederlagen. Insgesamt kassierte die Mannschaft in 15 Saisonspielen im Schnitt fast drei Treffer – ein viel zu hoher Wert, um der eigentlichen Ambition gerecht zu werden, im oberen Tabellendrittel mitzumischen.

Die sportliche Misere ist nicht wegzudiskutieren, „aber das“, sagt der geschasste Coach, „wusste der Verein doch auch schon im Dezember. Selbstverständlich war ich überrascht, als der Vorstand mir diesen Schritt am Montag mitgeteilt hat. Das hat sich trotz der schlechten Ergebnisse, die wir natürlich hatten, auch für mich nicht angedeutet, weil im alten Jahr niemand das Gespräch mit mir gesucht hat, auch nicht in der Phase, als es nicht lief.“

Nun bereiten also Kohlhaas und Nitschke die Mannschaft auf die Rückrunde vor, es ist eine interne, aber keine Interimslösung. Denn der Verein wird sich vorerst nicht um einen neuen Coach bemühen, die schon seit Jahren im Trainerteam arbeitenden Übungsleiter sollen zumindest bis Saisonende am Ruder bleiben und den Club durch ein von weniger sportlichen Turbulenzen heimgesuchtes Frühjahr führen.

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