Weltmännertag: Gedanken über Gesundheit und Zukunft

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Männer gehen ungern zur Vorsorgeuntersuchung. Dabei sterben sie im Schnitt sieben Jahre früher als Frauen. Privatdozent Dr. Christof Börgermann, Chefarzt für Urologie im Krankenhaus Düren, rät zur Vorsorge.

Männer sterben im Schnitt sieben Jahre früher als Frauen. Seit 2000 ruft der Weltmännertag am 3. November auf, sich über ihre Gesundheit und ihre Zukunft Gedanken zu machen. Privatdozent Dr. Christof Börgermann, Chefarzt für Urologie im Krankenhaus Düren, rät zur Vorsorge.

Warum gehen Männer so ungern zur Vorsorge?

Börgermann: Das hat etwas mit unseren Urinstinkten zu tun: Männer betrachten ihren Körper von jeher als Werkzeug, das funktionieren muss. Und solange es das tut, muss man sich darum keine Gedanken machen. Hinzu kommt, dass vielen jungen Männern nach dem Abschied vom Kinderarzt die ärztliche Bezugsperson fehlt. Bei den Frauen folgt in der Pubertät der Gynäkologe wie selbstverständlich auf den Kinderarzt. Wir entwickeln im Kreis Düren gerade ein Projekt „Jungen-Sprechstunde“, mit dem wir genau dieses Problem angehen wollen.

Warum ist Vorsorge so wichtig?

Börgermann: Weil wissenschaftlich eindeutig bewiesen ist, dass die Vorsorge Menschenleben rettet. Und weil die Vorsorgeuntersuchung beim Urologen mehr ist als die gefürchtete Prostata-Tastuntersuchung, die im Übrigen nach den Leitlinien gar nicht mehr zwingend sein muss. Der Urologe untersucht Nieren, Blasen, Hoden und checkt sogar die Haut.

Haben Sie einen Ratschlag für treusorgende Ehefrauen?

Börgermann: Die treusorgenden Ehefrauen machen schon sehr viel. Wenn wir Patienten zum ersten Mal sehen und sie fragen, was sie denn zu uns führt, ist eine der meist gegebenen Antworten „Meine Frau schickt mich“. Im Grunde kommen die Ehefrauen aber zu spät, weil die Grundlage für das Gesundheitsbewusstsein im besten Fall schon im Elternhaus gelegt wird.

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