Düren - Weihnachtsmarkt: Beschicker befürchten Umsatzeinbußen

Weihnachtsmarkt: Beschicker befürchten Umsatzeinbußen

Von: Jörg Abels
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Die Beschicker und der Dürener Schaustellerverband fordern, dass der Weihnachtsmarkt auch in Zukunft vor dem Rathaus stattfindet und nicht verlagert wird. Foto: Jörg Abels
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Für Bert Cremer hat die etablierte Nutzung des Rathausvorplatzes als Veranstaltungsort Priorität. Foto: Jörg Abels

Düren. Der Vorschlag ist nicht neu, hat aber mit dem Masterplan Innenstadt neue Nahrung erhalten und lässt daher bei den Beschickern des Weihnachtsmarktes die Alarmglocken klingeln.

Masterplaner Dr. Harald Heinz hat vorgeschlagen, die vorweihnachtliche Budenstadt vom Rathausvorplatz auf den Platz rund um die Annakirche zu verlagern. Eine Idee, die im politischen Lager durchaus auf Zustimmung trifft. Auch der Platz vor dem Leopold-Hoesch-Museum wird immer wieder mal als Alternative angeführt.

Aus Sicht der Schausteller, Gastronomen und Händler jedoch ist das eine existenzbedrohende Diskussion. „Beide Plätze sind fernab von natürlichen Besucherströmen“, betont Dürens Schaustellerchef Bert Cremer. „Die zum Teil langjährigen Beschicker rechnen mit drastischen Umsatzeinbrüchen, sollten die Pläne umgesetzt werden.“ Und nicht nur das: Beide Plätze seien zu klein und verfügten nicht über die erforderliche Infrastruktur. Strom- und Wasseranschlüsse müssten mit großem Kostenaufwand erst noch installiert werden.

„Sicherlich ist der Masterplan für die Innenstadt eine große Chance“, ist Cremer überzeugt. Beim Rathausvorplatz aber sollte die gewachsene Nutzung als Veranstaltungsplatz höchste Priorität haben. Er spricht sich auch mit Blick auf andere Veranstaltungen wie Stadtfest, Jazztage oder historischer Annamarkt gegen Wasserspiele und eine großflächige Baumbepflanzung aus.

Aus Sicht des Schaustellerchefs wird der Weihnachtsmarkt in der öffentlichen Diskussion schlechter geredet als er in Wirklichkeit sei. Trotz der Einschränkungen aufgrund der Rathaussanierung in den vergangenen Jahren seien die Beschicker mit den Umsätzen mehr als zufrieden, erklärt Cremer. Konstante Einnahmen und wachsende Besucherzahlen würden das belegen. „Fragt man die fast tägliche wiederkehrenden Dürener Besucher oder die vielen Auswärtigen Besucher, sind alle begeistert und zufrieden mit diesem zwar kleinen, aber feinen und individuell gestalteten Weihnachtsmarkt“, betont Cremer.

Den Dürener Weihnachtsmarkt mit Märkten in Köln und Aachen zu vergleichen, sei nicht zielführend. „Der Dürener will auf dem Weihnachtsmarkt seine Erbensuppe und seinen Backfisch essen und in geselliger Runde einen Glühwein trinken.“

Die Beschicker seien sich einig, dass der Weihnachtsmarkt 2015 nach Beendigung der Rathaussanierung im neuen Glanz erstrahlen müsse. Und dafür wollen sie laut Bert Cremer auch selber wieder Geld in die Hand nehmen. Ideen, den Weihnachtsmarkt attraktiver zu gestalten, gebe es genug. Unter anderem kann sich Cremer eine Kooperation mit dem Einzelhandel vorstellen. Auch ein Bühnenprogramm, das in diesem Jahr aus Platzgründen ausfallen musste, soll wieder etabliert werden. „Damit die Beschicker aber ihre Investitionen langfristig planen können, brauchen sie eine mehrjährige Standortsicherung.“

Wer vom Budenzauber noch nicht genug hat: Unsere interaktive Karte zeigt Standorte und Öffnungszeiten vieler Weihnachtsmärkte in der Region.

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