Düren - Weihnachtskonzert mit englischem Flair in der Dürener Marienkirche

Weihnachtskonzert mit englischem Flair in der Dürener Marienkirche

Von: Georg Neulen
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Beide Orchester aus Kreuzau stehen zur „O du fröhliche“-Gemeinsamkeit auf der Bühne in der Dürener Marienkirche. Foto: Georg Neulen

Düren. Wie lange dauert ein „Weihnachtliches Konzert“? Es wird umso flotter und kurzweiliger, wenn man, wie das Sinfonische Jugendorchester, einstimmt, den doppelt so zahlreichen Größeren des Jungen Orchesters Kreuzau das Kommando gibt und sich dazwischen das Publikum nicht lange bitten lässt, kräftig mitzusingen.

Denn es hatte geduldig schon mehr als eine Stunde zuvor alle Stühle auf beiden Ebenen der Dürener Marienkirche erwartungsvoll besetzt.

So hatten die Dirigenten Ruth Kniprath und John Kikken mit ihrer Programmauswahl und Stabführung eine gute Hand. Außerdem las Willi Wink besinnliche Zwischentexte zum Charakter der Zeit über die Freude zum Sonntag „Gaudete“ und ein „Abendgebet im Advent“. Höhepunkt der Regie war der Abschluss, als zum großen Orchester in den leuchtend roten Jackets die jungen Musiker im schlichten Schwarz an der Rampe dazukamen und mit den vielen Gästen in der Kirche die „O du fröhliche“-Gemeinsamkeit sangen und musizierten.

Der erste Teil des Nachmittagskonzerts war rasch vergangen. Ruth Kniprath hatte den Nachwuchs des Sinfonischen Jugendorchesters mit deutlich festem Taktschlag marschfreudig geführt. Die Titel „March Majestic“, „King William’s March“ und „Music for the Royal Fireworks“ enthielten Zündendes, gemischt mit den hellen Schellentönen bei „Dona nobis pacem“ und dem schwungvoll einladenden „The Christmas Song“. Insgesamt hörte man mit dem britisch-deutschen Komponisten Händel schon den englischen Charakter mancher Stücke.

John Kikken bestätigte, dass die englische College-Tradition in den Arrangements der Komponisten durchklingt. So in „Christmas Carols“ mit dem populären „Adeste Fideles“, in „Christmas Pipes“ und dem aktuelleren Medley „A Most Wonderful Christmas“. Dazwischen wurde Johann Sebastian Bachs besinnliches „Air“ ergreifend angestimmt. Und dreimal winkte Kikken zum Mitsingen von „Macht hoch die Tür“, „Tochter Zion“ mit dem „Hosianna“ der zweiten Strophe und „Süßer die Glocken nie klingen“.

Willi Wink erzählte den Traum des kleinen Jungen, der ein Klingeln hörte, das ihn mit dem Zug zum Nordpol einlud. So wurde das Medley aus dem Musical „The Polar Express“ anschaulich nachvollziehbar und stimmig für das begeistert aufgenommene Konzert.

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