Weihnachtskonzert: Die "Höhner" schunkeln in den Advent

Von: Sarah Maria Berners
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Besinnliche Töne und rockige Melodien stimmten die „Höhner“ bei ihrer Weihnachtsshow am ersten Adventswochenende an. Besonders freuten sich die Fans, dass auch Peter Werner und Janus Fröhlich auf die Bühne kamen. Unterstützt wurde die Band außerdem von einem Gospelchor aus Troisdorf. Foto: Sarah Maria Berners

Düren. Besinnlich und rockig, leise und laut, nachdenklich und beschwingt – das alles ist Weihnachten mit den „Höhnern“. Die Kölner Kultband war zum Advents-Auftakt nach Düren gekommen, um ihre Fans in der Arena auf die Weihnachtszeit einzustimmen.

Ernste Töne und Melodien zum Mitklatschen, Singen und Schunkeln wechselten sich in einer gelungenen Mischung ab. Die „Höhner“ gaben kölsche Lieder und Weihnachtshits aus aller Welt zum Besten. Ein paar thematisch irgendwie doch in die Jahreszeit passende Karnevalshits von Freundschaft und Liebe durften natürlich auch nicht fehlen – sie wurden von den Fans mit lauten Stimmen mitgesungen. Und wie sich das in der Weihnachtszeit gehört, hatten die „Höhner“ auch Überraschungen im Gepäck.

Nach anfänglichen Problemen mit der Akustik in der Halle boten die „Höhner“ in neuer Besetzung ein abwechslungsreiches Konzert, bei dem sie auch Stücke ihres neuen Albums, das im Januar erscheint, präsentierten. Eine große Bereicherung vor der weihnachtlichen Kulisse war auch Lidia Dobrzhynets, die das Publikum mit ihrer Geige begeisterte, die sich wunderbar mit den Klängen von Jens Streiflings Sopransaxofon verband.

„Den Glauben an das Christkind haben die meisten von uns wohl auf dem Schulhof verloren, wo irgendwelche unsensible Menschen uns ungefragt die Wahrheit erzählt haben“, erinnerte sich Henning Krautmacher. Mit ihren Liedern entführten sie aber dennoch in die magische Welt der Weihnacht, erzählten Geschichten von Freundschaften und blickten auf die viel zu schnell laufende Zeit.

Bei ihrer Show zum Advents-Auftakt zeigten sich die „Höhner“ auch gesellschaftskritisch. Sie ulkten über die Konsumgesellschaft, bei der „Dominosteine und Printen quasi schon kurz nach Ostern“ in den Warenregalen zu finden seinen, über volle Papiertonnen und leere Konten nach den Feiertagen.

Sie setzten sich aber auch mit der Flüchtlingskrise auseinander. Ein Lied hatten sie den „stillen Helden“ gewidmet, die nicht „viel schwaade“, sondern helfen. Und immer wieder zogen sie Parallelen zwischen den Menschen, die heute auf der Flucht sind, und einem Ehepaar, das vor 2000 Jahren in Bethlehem um Asyl bat – und später in einem Stall Jesus Christus zur Welt brachte.

Auch mit „Wann jeiht der Himmel wieder op?“ und einem „Peace-Potpourri“, einem Mix verschiedener Friedenslieder wie „Imagine“ und „Give Peace a Chance“ setzten Henning Krautmacher, Hannes Schöner und Co. ein Zeichen. Aber am Weihnachtsbaum der „Höhner“ wird auch Party gemacht: Zum Beispiel bei den Hits „Dat Hätz vun dr Welt“ und „Schenk mir Dein Herz“. Weihnachten ist schließlich ein fröhliches Fest.

Und an Weihnachten gibt es Geschenke. Ein ganz besonderes „Geschenk“ für die Dürener Fans hatten sich die „Höhner“ natürlich auch ausgedacht. Unerwarteterweise standen Janus Fröhlich und Peter Werner mit auf der Bühne und ernteten schon vor den ersten Takten jede Menge Beifall. Die beiden, die weiter im Hintergrund tätig sind, hatten sichtlich Spaß daran, noch einmal im Rampenlicht zu stehen. An die neuen Gesichter in der Band – Schlagzeuger Wolf Simon und Keyboarder Micki Schläger – müssen sich die Fans noch ein wenig gewöhnen.

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