Weihnachtliche Wohlfühlmusik

Von: Bruno Elberfeld
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Vater und Tochter an den Celli: Matthias und Sophie Purrer spielten beim Weihnachtskonzert. Foto: Elberfeld

Düren. Das war ein musikalisches Mammutprojekt, dieses Weihnachtskonzert unter der Federführung der Cappella Villa Duria im gut gefüllten Haus der Stadt. Der Leiter des Konzerts, Johannes Esser, hatte jede Bewegung auf der Bühne im Auge.

Im Mittelpunkt stand das Projektorchester „Von 9 bis 99“, eigens gegründet für den Wettbewerb der „Herbert Quand-Stiftung“. Bei dem Wettstreit ging es um den „Brückenbau zwischen den Generationen“. Geleitet und gesponsert von der Bürgerstiftung Düren hatten sich Laienmusiker aller Altersgruppen zusammengefunden. Ein halbes Jahr wurden sie unter der Führung von Profimusikern zu einem Orchester geformt. Dr. Gisela Hagenau, Vorsitzende der Bürgerstiftung, betonte, dass das Orchester unter den acht besten Teilnehmern gelandet ist und 5000 Euro gewinnen konnte.

Die Männer und Frauen, die Jungen und Mädchen, die zwischen elf und 79 Jahren alt sind, bildeten den Mittelpunkt des Geschehens. Sie begleiteten im Laufe des Abends den Oratorienchor der Cappella Villa Duria, den Jugendchor „Las Avellanas“ (Leitung Ina Hagenau) sowie den Kinderchor der Nikolausschule Rölsdorf (Leitung Hans Werner Hüsken). Sopranistin Eva Bauchmüller, Mezzosopranistin Annika Boos und Bariton Wolfgang Thombeux komplettierten das Bild.

„Suse, liebe Suse, was raschelt im Stroh“, gefolgt von „Brüderchen, komm tanz‘ mit mir“ waren Vorspiele zu Engelbert Humperdincks Märchenoper „Hänsel und Gretel“. Bauchmüller spielte die Gretel, Boos sang den Hänsel. Diese Lieder, nur selten noch schwirren sie durch den Äther, zauberten ein Lächeln in die Gesichter der Gäste. Der „Abendsegen“ verbreitete eine gar feierliche Stimmung.

Die nachfolgenden Lieder aus der Kantate „Der Stern von Bethlehem“ von Joseph Gabriel Rheinberger verstärkten die getragene Stimmung noch einmal. Die Texte können als schlicht bezeichnet werden, die Musik erst lässt die Dramatik um das Geschehen zu Christi Geburt vor zwei Jahrtausenden erahnen.

Den musikalischen Mitsinggenuss hatten sich die Planer des Konzerts für den Schluss aufgehoben. 15 Advents- und Weihnachtslieder – gespielt vom Orchester, gesungen im Wechsel von den drei Chören und den Sängern – präsentierte die Cappella Villa Duria. Und wer will nach so einem langen Abend nicht aktiv werden, wenn es „Stille Nacht, heilige Nacht“ und „O du fröhliche“ heißt?

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