Weihnachten mit einer guten Prise Swing

Von: Christoph Hahn
Letzte Aktualisierung:
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Würzten weihnachtliche Weisen mit einer Prise Swing: das Junge Orchester Kreuzau unter Leitung von John Kikken beim Weihnachtskonzert in der Dürener Kirche St. Marien. Foto: Hahn

Düren/Kreuzau. Weihnachten und Swing - das kommt selten zusammen. Dennoch kann diese zumindest hierzulande seltene Verbindung zu einem Erfolg führen. Das jedenfalls bewies das Weihnachtskonzert, das das Jugendorchester und das Junge Orchester Kreuzau jetzt gemeinsam in der Dürener Kirche St. Marien am Hoeschplatz gaben.

Dass sie schon jetzt Könner sind, bewiesen zu Beginn des rund eineinhalbstündigen Programms die Mädchen und Jungen des Jugendorchesters unter Leitung von Ruth Kniprath. Schön in dunklen Blechtönen herauspoliert erklang „Eventide Fall” von Alfred Bösendorfer. Während im Mittelpunkt dieses Werks der englische Choral „Abide With Me” stand, stammte das thematische Ausgangsmaterial der folgenden Komposition aus anderer Quelle: Die „Kleine Weihnachtsfantasie” von Thomas Berghoff fasst bekannte Weisen wie „Adeste Fideles” und „O Jesulein süß” zusammen.

Ruth Kniprath und die Ihren wussten das viel Gehörte so zu präsentieren, dass sich nicht etwa die Routine des Altvertrauten einstellte. Frisch und lebendig präsentierte der Nachwuchs auch Robert van Beringens „Handelian Song” nach Motiven von Händel und Philip Sparkes Bearbeitung von Marc-Antonie Charpentiers auch als Eurovisionsfanfare bekanntem Te-Deum-Präludium - Zeugnis für eine lebendige Spielkultur und einen Reichtum an Talent.

Was daraus werden kann, zeigten anschließend die „Großen” unter Leitung von John Kikken. Glanz krönte die Interpretation von Jan de Haans „Christmas Joy”. Und ebenso zeichnete ein Reichtum an Dynamik und Klangfarben die Darbietung von Philip Sparkes Bearbeitung des Bach-Chorals „Sleepers Wake”, der im Deutschen als „Wachet auf, ruft uns die Stimme” bekannt ist. „Angels From The Realms Of Glory” („Engel auf den Feldern singen”) zeichnete sich durch ein Miteinander von spektakulären Effekten und intimen Momenten sowie durch viele Kontraste aus.

Traditionell im Blech-Bereich sowie beim Schlagwerk gut aufgestellt, wussten den vier Pop-Songs von Peter Kleine Schaars´ „All you want for Christmas” etwas Eigenes mitzugeben - zum Beispiel bei Mariah Careys gleichnamigem Hit eine gute Prise Swing. Doch zum besonderen Bravourstück wurden Alfred Bösendorfers als „Weihnachten in den Bergen” bezeichneten Variationen über so bekannte traditionelle Weisen wie „Heiligste Nacht” und „Leise rieselt der Schnee”.

Melodischen Linien und pointierte Rhythmik fernab von Betulichkeit machten dieses Werk wie überhaupt das gesamte Weihnachtskonzert zu einem echten Erlebnis.
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