Weicheres Wasser ab Frühjahr 2014

Von: sj
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Das Wasser wird weicher: Rolf
Das Wasser wird weicher: Rolf Kurth, Bürgermeister Heinrich Göbbels, Jakob Kuckertz und Heinrich Schumacher (von links) stellten die Pläne zur Anschaffung einer zentralen Enthärtungsanlage vor. Foto: Johnen

Langerwehe. Das Trinkwasser beim Wasserleitungszweckverband Langerwehe wird weicher. Die Verbandsversammlung des WZV hat einstimmig beschlossen, eine zentrale Enthärtungsanlage an der Wassergewinnungsanlage in Wenau zu errichten.

Derzeit hat das Wasser einen Härtegrad von 21 und soll auf 9,5 bis 10 Grad eingestellt werden. Die Anlage soll im Frühjahr 2014 in Betrieb genommen werden, der WZV wird 1,6 Millionen Euro investieren.

„Wir reagieren damit auf Wünsche und Beschwerden aus der Bevölkerung”, sagte Betriebsleiter Heinrich Schumacher. „Das Wasser hat eine einwandfreie Qualität und kann problemlos getrunken werden. Aber es ist so hart, dass in den Haushalten eine permanente Entkalkung der Geräte notwendig ist”, erklärte Schumacher.

Die drei Tiefbrunnen in Wenau, in denen das Wasser gewonnen wird, hätten sich in den vergangenen Jahren noch „verhärtet”. Der Wunsch der Verbraucher nach weicherem Wasser allerdings sei noch älter: Bereits im Jahr 2003 hatten sich Betriebsausschuss und Verbandsversammlung mit dem Thema der zentralen Enthärtung beschäftigt. Im Jahr 2003 lag die Härte des Trinkwassers noch bei 17 Grad. Von einer Investition und damit einer Verteuerung des Wasserpreises für die Verbraucher wurde damals Abstand genommen.

„Die weitere Verhärtung des Wassers hat uns aber dazu bewogen, die Anlage anzuschaffen. Zumal wir nicht sicher sagen können, dass das Wasser in Zukunft nicht noch härter wird”, erklärte Jakob Kuckertz, Vorsitzender der Verbandsversammlung. „Die Wasserqualität für die Verbraucher verbessert sich damit deutlich”, fügte Rolf Kurth als Vorsitzender des Betriebsausschusses hinzu. Langerwehes Bürgermeister Heinrich Göbbels unterstrich als Verbandsvorsteher noch einmal, dass alle Beschlüsse einstimmig gefasst wurden.

Der Zweckverband wird 1,6 Millionen Euro für die Anlage und ein Gebäude in Wenau investieren - finanziert mit Hilfe von „zinsgünstigen Krediten”. Die jährlichen Aufwendungen wie Betriebskosten, Abschreibungen und Zinsaufwand werden mit 207.000 Euro beziffert. „Der zurzeit günstige Wasserpreis von 1,04 Euro pro Kubikmeter wird um etwa 20 Cent erhöht werden müsssen”, kündigte Heinrich Schumacher an. Bereits während der Bauphase könnte der Preis angesichts der laufenden Kosten in einem ersten Schritt leicht angehoben werden. Mit dem Bau der Anlage soll Anfang 2013 begonnen werden. Die Bauzeit wird mit einem Jahr kalkuliert. In verschiedenen Gesprächen mit der Bezirksregierung Köln und dem Gesundheitsamt des Kreises Düren sei die Vorgehensweise abgestimmt worden. „Wir investieren diese Summe auch nach Rücksprache mit den Verbrauchern”, sagte Rolf Kurth.

Um an weicheres Wasser zu gelangen, hatten bereits viele Menschen im Verbreitungsgebiet des Wasserleitungszweckverbands eigene Entkalkungsanlagen installieren lassen. Der WZV Langerwehe versorgt die gesamte Gemeinde Langerwehe, die Dürener Stadtteile Echtz und Konzendorf sowie Lucherberg in der Gemeinde Inden. Im vergangenen Jahr wurden 750.000 Kubikmeter Wasser entnommen.
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