Aachen/Nörvenich - Wegen versuchter Vergewaltigung im Flüchtlingsheim angeklagt

Wegen versuchter Vergewaltigung im Flüchtlingsheim angeklagt

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Aachen/Nörvenich. Seit Donnerstag muss sich ein etwa 25-jähriger Mann vor dem Landgericht Aachen verantworten, der während seines Aufenthalts in einem Flüchtlingsheim in Nörvenich von April bis Dezember 2015 eine ganze Reihe von Straftaten begangen haben soll.

Der Hauptvorwurf lautet sexueller Missbrauch, versuchte Vergewaltigung und gefährliche Körperverletzung.

Der aus Nordafrika stammende Angeklagte, dessen genaues Alter und genaue Herkunft nach Angaben von Landgerichtssprecher Dr. Daniel Kurth noch unklar sind und der derzeit in Untersuchungshaft sitzt, soll in der Nacht vom 30. auf den 31. Dezember einem schlafenden Mitbewohner der Asylunterkunft die Hose heruntergezogen haben, um ihn zum Geschlechtsverkehr zu zwingen.

Als das Opfer aufwachte, soll der Angeklagte zunächst von ihm abgelassen haben, als der Mitbewohner wieder eingeschlafen war, soll er ein weiteres Mal versucht haben, den Mann zu vergewaltigen. Schließlich soll er versucht haben, ihn mit einem Messer und mit Pfefferspray zum Verkehr zu zwingen. Dabei soll er seinem Opfer mit dem Messer auch in den Arm gestochen haben. Allein für diese Tat droht dem Nordafrikaner eine Haftstrafe von mindestens fünf Jahren.

Weitere Delikte

Aber die Staatsanwaltschaft wirft ihm noch weitere Delikte vor. So soll der Angeklagte bereits im April 2015 einen anderen Flüchtling in der Nörvenicher Unterkunft mit einem Messer am Oberarm und an der Hand verletzt haben. Danach soll er zwischen Juni und Dezember sechs Diebstähle begangen haben, davon zwei versuchte, erklärt Richter Daniel Kurth. Unter anderm soll er in Dürener Kaufhäusern Parfüm gestohlen haben, in einem Nörvenicher Markt darüber hinaus auch Tabak und Wodka. Dazu kommt noch ein Streit mit einem Busfahrer im Dezember, den er als Nazi beschimpft haben soll.

Für die Verhandlung, die am Montag fortgesetzt wird, hat das Landgericht drei Verhandlungstage angesetzt. Das Urteil wird am kommenden Donnerstag, 21. Juli, erwartet.

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