Wasserwelten zieren die WCs: Malprojekt an der KGS St. Joachim

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Es wird bunter auf den Toilett
Es wird bunter auf den Toiletten der KGS St. Joachim: Angehende Erzieherinnen greifen mit den Kindern zum Pinsel. Foto: Abels

Düren. Die Toiletten an der Katholischen Grundschule St. Joachim versprühen den funktionalen Charme der 80er Jahre. Damit gehören sie zwar noch zu den neueren und damit besseren Anlagen in der Dürener Schulwelt, Installationen müssen aber ebenfalls saniert werden.

Kosten von 180.000 Euro hat Helmut Harperscheidt, Leiter des städtischen Gebäudemanagements, ermittelt. Priorität aber hat die Maßnahme nicht. Sie soll mittelfristig, in drei bis fünf Jahren, umgesetzt werden - vorausgesetzt, im Haushalt ist Geld übrig.

Ein unhaltbarer Zustand, dachten sich die angehenden Erzieherinnen Julia Weiermann und Nicole Jörres vom Füssenicher Berufskolleg St.-Nikolaus-Stift, die zurzeit ein Praktikum an der Grundschule absolvieren. Und weil sie in diesem Rahmen ohnehin ein Projekt umsetzen müssen, dass der Einrichtung zugute kommt, machten sich die jungen Frauen, unterstützt von Victoria Manzambi und Nathalie Jakobs mit den Grundschülern an die optische Verschönerung der Jungen- und Mädchentoilette.

Zuerst aber stand eine Grundreinigung der Toiletten an, an der sich auch Eltern und die Schulleiterin Annette Dornhöfer beteiligten. Und jetzt wird eifrig gemalt. Die Farben wurden von zwei Baumärkten gesponsert, die Idee der Wasserwelt kam von den Kindern selbst. Bei den Mädchen dreht sich alles um „Arielle, die Meerjungfrau”, bei den Jungs um Piraten. Bis kommenden Donnerstag sollen die Malereien abgeschlossen sein. Dann wird eine kleine „Kloparty” steigen. „Wir hoffen natürlich, dass sich das schönere Ambiente auch auf das Verhalten der Kinder auf den Toiletten auswirkt”, erklärt die Schulleiterin, während Julia Weiermann und Nicole Jörres noch einen Sponsor für neue WC-Brillen suchen.

Für die Toiletten in allen städtischen Schulen, darunter viele aus den 60er und 70er Jahren, wurden Sanierungskosten von 5,2 Millionen Euro ermittelt. 1,1 akut in den kommenden zwei Jahren, weitere 1,9 Millionen bis 2016.

Helmut Harperscheidt aber wäre schon froh, wenn ihm die Politik in diesem Zeitraum 1,4 Millionen Euro zur Verfügung stellen würde.

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