Wasserburg Niederzier erstrahlt in neuem Glanz

Von: Jörg Abels
Letzte Aktualisierung:
burg-bu
Bürgermeister Hermann Heuser (r.) freut sich mit den Architekten Achim Molls und Sibylle Dünn-Bürger über den gelungenen Umbau des Atriums der Niederzierer Wasserburg. Foto: Abels

Niederzier. Für die meisten Niederzierer ist sie salopp formuliert nur das „Alte Rathaus”. Seit 1923 wird die Niederzierer Wasserburg als Verwaltungssitz genutzt. Doch ihre Geschichte ist weitaus älter.

Die erste urkundliche Erwähnung des einstigen Sitzes der Adelsfamilie von Hochsteden datiert aus dem Jahr 1226. Kein Wunder, dass Bürgermeister Hermann Heuser von der „emotionalsten Baustelle der Gemeinde Niederzier in den letzten 20 Jahren” sprach, als er das sanierte Atrium der Wasserburg erstmals der Öffentlichkeit vorstellte. „In den letzten 20 Monaten hat das Gebäude einen völlig neuen Charakter bekommen”, freute sich Heuser.

Lichtdurchfluteter Innenraum

Wo einst ein hinter Fenstern verborgener, verschlossener und dunkler Innengarten die Besucher erwartete, lädt nun ein lichtdurchfluteter Innenraum zum Verweilen ein. Nach der standesamtlichen Trauung beispielsweise können die Brautleute künftig mit ihren Gästen dort anstoßen.

„Das Atrium ist aber auch der ideale Platz für Lesungen, Musikaufführungen oder Kunstausstellungen”, hat der Bürgermeister auch eine kulturelle Nutzung ins Auge gefasst. Am Freitag kann sich aber erst einmal die Bevölkerung bei einem Tag der offenen Tür ab 16 Uhr ein Bild von der 420.000 Euro teuren Restaurierung machen, parallel zum Sommernachtskonzert der Musikschule.

Rat und Verwaltung entschlossen sich vor gut zwei Jahren, die denkmalgeschützte Wasserburg zu modernisieren. Ausschlaggebend war eine erschreckende Energiebilanz bei einem gemeindeweiten Energiecheck an den kommunalen Gebäuden. Die Fenster wurden in Abstimmung mit der Denkmalbehörde erneuert, die Heizungsanlage ausgetauscht und das Atrium mit einer Stahl-Glas-Konstruktion überdacht; alles bei laufendem Verwaltungsbetrieb, dankte Heuser seinen Mitarbeitern.

Das Ergebnis kann sich sehen lassen, nicht nur optisch, sondern auch in energetischer Sicht: Die Energiekosten konnten nahezu halbiert werden. Was noch fehlt ist ein neues Schieferdach. Die vorhandenen Platten sind auf der Wetterseite kaum mehr als drei bis vier Millimeter dick und brüchig. Sie sollen im kommenden Jahr ausgetauscht werden, für 180.000 Euro aus Mitteln des Konjunkturpakets II.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert