Was wird aus dem Kaiserplatz?

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Für die CDU hat der neuerliche Erfolg des Biermarktes (Bild) bewiesen: Die Dürener wollen den Kaiserplatz als zentralen Veranstaltungsort behalten. Foto: Klinkhammer

Düren. Der Kaiserplatz soll im Rahmen des Masterplans Innenstadt attraktiver werden. Aus Sicht von Masterplaner Dr. Harald Heinz müsste der Platz mehr Bäume bekommen, ohne Verzehrzwang benutzbare Sitzgelegenheiten, vor allem aber eine attraktive Wasserfläche, die Spielen, Planschen und Träumen zulässt.

Ideen, die bei der „Ampel“-Koalition im Stadtrat durchaus auf offene Ohren stoßen. „Wir bewegen uns diesbezüglich auf dem Boden des Masterplans“, betont SPD-Fraktionschef Henner Schmidt, schließlich solle der Platz nicht nur an wenigen Veranstaltungstagen, sondern ganzjährig genutzt werden. „Das bedeutet aber nicht, dass wir die Ideen eins zu eins umsetzen werden.“ Vor einer endgültigen Entscheidung wolle die „Ampel“ die Ergebnisse des im Masterplan vorgeschlagenen Ideenwettbewerb abwarten.

Das Problem: Würden die Ideen realisiert, würde der Kaiserplatz seine bisherige Funktion als zentraler Veranstaltungsort verlieren. Aus Sicht der CDU entspricht das nicht dem Willen der Bürger. „Der Erfolg des Biermarktes mit mehreren Tausend Besuchern hat eindrucksvoll unterstrichen, wie wichtig der Kaiserplatz als zentraler Veranstaltungsort für die Innenstadt ist, betont CDU-Fraktionschef Stefan Weschke. Er fordert daher die Koalition auf, sich für den Erhalt des Kaiserplatzes in seiner derzeitigen Funktion auszusprechen und entsprechende Beschlüsse nicht länger zu blockieren. Auch die CDU wolle den Platz attraktiver gestalten, aber ohne Wasserbecken, allenfalls mit abdeckbaren Wasserdüsen im Boden.

„Wenn der Kaiserplatz Wasserbecken und viele Grünanpflanzungen erhält, wie es Pläne der ‚Roten Ampel‘ vorsehen, wären Veranstaltungen wie Biermarkt, Annamarkt, Jazztage und Stadtfest nicht mehr oder nur noch eingeschränkt in der Dürener Innenstadt möglich“, erklärt Weschke. Wer daran Hand anlege, gefährde das erfolgreiche Image Dürens als „Stadt der Märkte“ in der Region. „Die Bürger haben längst mit den Füßen abgestimmt“, betont der CDU-Fraktionschef weiter.

Quo vadis Weihnachtsmarkt?

Schließlich würden derzeit auch Investitionen Dritter wie zum Beispiel der Weihnachtsmarktbeschicker blockiert, die verständlicherweise die Entscheidung über notwendige Investitionen für einen Neuauftritt des Weihnachtsmarktes vom Erhalt des Kaiserplatzes als Veranstaltungsfläche abhängig machen würden. Laut Weschke wollen sie 50.000 Euro investieren.

Die „Ampel“-Koalition will den Weihnachtsmarkt hingegen verlegen. Ein „Runder Tisch“ will sich am kommenden Dienstag noch einmal mit den verschiedenen möglichen Standorten beschäftigen, auch wenn Henner Schmidt mittlerweile davon ausgeht, dass der vorweihnachtliche Budenzauber in diesem Jahr schon allein aus zeitlichen Gründen noch einmal vor dem Rathaus stattfinden wird.

Die künftige Funktion des Kaiserplatzes sieht Schmidt im Übrigen schon mit dem neuen Rathauseingang eingeschränkt. Der müsse schließlich jederzeit gut erreichbar sein.

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