Stockheim - Was sich hinter den Rolltoren eines Rüstwagens versteckt

Was sich hinter den Rolltoren eines Rüstwagens versteckt

Von: smb
Letzte Aktualisierung:
Rüstwagen Düren
Hinter den Rolltoren eines Rüstwagens verstecken sich etliche Kisten und spezielle Werkzeuge für (fast) alle möglichen Einsätze der Feuerwehren. Foto: smb

Stockheim. Auf dem großen Rüstwagen des Feuerschutztechnischen Zentrums findet sich so ziemlich alles an Spezialgeräten, was Feuerwehren brauchen, um Menschen zu retten. Nur Wasser sucht man auf den ersten Blick vergebens.

Aber da ist es doch, in einem kleinen Behälter im Heck des Fahrzeuges sind 90 Liter Wasser immer an Bord – das ist nicht viel, aber mit Hochdruck versprüht doch genug, um zum Beispiel ein Auto zu löschen, sollte der Rüstwagen des FTZ zuerst an einer Unfallstelle sein. Es wäre auch schwer nachvollziehbar, wenn ein Feuerwehrauto kommt und nicht löschen kann.

Viele Geräte wie zum Beispiel hydraulische Scheren und Spreizer haben auch die Freiwilligen Feuerwehren auf ihren Autos, aber beim Rüstwagen des Kreises, der den Wehren zur Verfügung steht, sind diese in der größten Ausführung, die es auf dem Markt gibt, vorhanden. Die werden zum Beispiel bei Lkw-Unfällen gebraucht. „Der Spreizer kann acht Tonnen auseinanderdrücken, die Schere hat eine Maulweite von 27 Zentimetern“, erklärt Lars Knust vom Amt für Bevölkerungsschutz.

Aber manchmal sind es die unscheinbaren Dinge, die den Lebensrettern das Retten erleichtern, es sicher machen: So steht im Führerhaus des Rüstwagens ein Laptop, der ein Programm für die Bergung von Unfallopfern enthält. Per Mausklick erhalten die Retter zu jedem Fahrzeugtyp aus allen möglichen Baujahren Infos zur Lage der Gaskartuschen für den Airbag und die Gurtstraffer, zur Position der Batterie und des Tanks, zu den Verstärkungen der Türen. Das zu wissen ist wichtig, bevor Scheren und Spreizer zum Einsatz kommen. Was sich sonst auf dem 16 Tonnen schweren Laster befindet, lässt sich nicht per Mausklick bedienen – da sind Fachwissen und Geschick gefragt. Er ist eine Art rollende Werkstatt mit Spezialgeräten, Beleuchtung, Kabeltrommeln und Stromgenerator.

Die Zahl der Einzelteile auf dem 3,30 Meter hohen und 8,13 Meter langen Wagen hat noch niemand gezählt. Aber die Mitarbeiter dort haben einen genauen Überblick, wo sich welches Teil befindet – denn im Einsatz drängt die Zeit. Zu diesem ist der Rüstwagen übrigens mit einer Spitzengeschwindigkeit von 125 Kilometern pro Stunde unterwegs. „Danach ist es wichtig, dass die Dinge an ihren Platz zurückkommen. Viele passen auch nur an eine Stelle“, erklärt Lars Knust. Beim ersten Einräumen des Schubfaches für Schaufeln, Besen und Co. haben er und seine Kollegen aber gepuzzelt.

Lars Knust hat unserer Zeitung einen Einblick gegeben, was sich hinter den Rolltoren befindet.

 

Die Homepage wurde aktualisiert