Was plant die DB mit der Bahnhof-Nordseite?

Von: ja
Letzte Aktualisierung:
11186369.jpg
Am Nordausgang des Bahnhofs soll im Idealfall ein Pendler-Parkhaus entstehen. Noch aber ist offen, ob es Teil eines privat finanzierten Einkaufszentrums wird oder von der Deutschen Bahn in Eigenregie errichtet wird. Foto: Abels

Düren. Die Entwicklung des Bahnhofsumfeldes ist einer der wichtigsten Punkte im Masterplan Innenstadt. Gerät sie ins Stocken, bevor sie richtig losgegangen ist? Mitentscheidend wird offenbar sein, wie sich die Bahn AG verhält.

Auf der Südseite des Bahnhofes hat die Bahn bereits eine Fläche von mehr als 12.000 Quadratmetern an der verlängerten Lagerstraße an die Investorengruppe Schlun aus Erkelenz verkauft. Auf der Nordseite steht sie in Verhandlungen mit dem Projektentwickler ten Brinke, der im Bereich des Zentralen Omnibusbahnhofes (ZOB) das von der Stadt an dieser Stelle präferierte Einkaufszentrum mit Vollsortiment-Supermarkt und Discounter sowie einem mehrgeschossigen Parkhaus errichten will.

Der ZOB würde in diesem Fall vor den Bahnhof-Haupteingang verlegt. Kolportiert wird allerdings, dass die Bahn auf dem Parkplatzgelände an der Nordseite auch in eigener Regie Parkdecks errichten könnte? Dann wäre der großflächige Nahversorgungsmarkt auf dem ZOB-Gelände allerdings vom Tisch. Bestätigt sind diese Gerüchte bislang nicht.

Baudezernent Paul Zündorf erhofft sich in den kommenden Wochen Klarheit über die Pläne der Bahn. „Ich gehe davon aus, dass sich Bahn und Investor auf der Nordseite einigen werden.“ Von einem drohenden Scheitern der Masterplan-Vorstellungen für das Bahnhofsumfeld will Zündorf nichts wissen. Er bleibt optimistisch, dass mit der Schlun-Gruppe auch eine Lösung für die Südseite gefunden werden kann, und geht immer noch davon aus, dass Nord- und Südseite parallel entwickelt werden können.

Der Masterplan sieht für die verlängerte Lagerstraße hochwertigen Wohnraum in mehrgeschossigen Gebäuden vor und die Ansiedlung von Dienstleistungsgewerbe zum Beispiel im Bereich der Gesundheitswirtschaft mit Betreutem Wohnen. Auch Handel könnte dort möglich sein, betont Zündorf, sofern er nicht das Sortiment der Innenstadt berühre.

Das Ansinnen der Schlun-Gruppe, an der Lagerstraße neben Wohnungen, Parkplätzen und Dienstleistungsräumen auch Lebensmittelmärkte zu errichten, stößt bei der Stadt auf wenig Gegenliebe. Das sei weder mit den Plänen für die Nordseite noch mit dem Einzelhandelskonzept vereinbar. Der zentrale Versorgungsbereich der Innenstadt könne nicht bis zur Lagerstraße ausgedehnt werden.

Zündorf will mit der Schlun-Gruppe über alternative Nutzungskonzepte beraten, damit sich die Investition doch noch rechnet. Dass die Interessen von Politik und Verwaltung auf der einen und die des Investors auf der anderen Seite nicht immer die gleichen sind, sei normal. „Im Idealfall aber entsteht eine Win-win-Situation für den Investor und die Stadtentwicklung“, betont Zündorf.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert