Was macht eigentlich ein Kostümgeschäft im Sommer?

Von: Sandra Kinkel
Letzte Aktualisierung:
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Gerade sind Trachten in der Dürener Deiters-Filiale besonders angesagt.

Düren. Düren, 12. August, 2015: Bis zur Sessionseröffnung am 11. November, sind es noch genau 82 Tage. Trotzdem ist in der Dürener Deiters-Filiale rund ein Dutzend Kunden. Saskia Bruhns (31) und ihre Schwester Heike Bräuer (33) sind zwei davon. Die Frauen sind am Wochenende zu einer Flower-Power-Party eingeladen – mit Kostümpflicht.

„Das ist gar nicht unsere Zeit“, lachen die beiden Frauen. „Aber wir brauchen ein Kostüm, das möglichst gut aussieht. Deswegen sind wir heute hier.“ Die Schwestern haben beim Anprobieren von Schlaghosen, glänzenden Blusen in grellen Farben und Miniröcken mit Blumenmuster mächtig Spaß. Sie fotografieren sich gegenseitig in ihren neuen Outfits und schicken die Bilder aus der Umkleidekabine an ihre Ehemänner. „Die müssen uns schließlich am Samstag als Flower-Power-Girls ertragen.“

Für Sarah Hardt, Filialleiterin bei Deiters in Düren, sind die beiden munteren Schwestern keine Ausnahme. „Die Leute, die zu uns in den Laden kommen, haben eigentlich immer gute Laune. Sie freuen sich auf das Event, für das sie ein Outfit kaufen wollen und haben Spaß.“

Seit vier Jahren gibt es in Düren eine Deiters-Filiale, insgesamt hat das Unternehmen, das vor zwölf Jahren gegründet wurde, 17 Standorte in ganz Deutschland. „Anfangs“, so Geschäftsführer Björn Lindert, „haben wir uns wegen Karneval auf Filialen im Rheinland konzentriert. Mittlerweile haben wir aber auch Läden in Stuttgart und Berlin. Wir sind bundesweit unterwegs.“

Für den Standort Düren, so Lindert weiter, habe zunächst auch die Tatsache gesprochen, dass in der Rurstadt viel Karneval gefeiert würde. Lindert: „Es gibt hier eine Fülle von Karnevalsveranstaltungen. Außerdem wollten wir auch den Bereich zwischen Aachen und Köln mit einer Filiale abdecken. Und hier ist Düren einfach ideal.“

Längst ist Deiters aber nicht mehr nur ein Laden für Karnevalskostüme. „Natürlich“, sagt Björn Lindert, „ist in der Filiale in Düren die Zeit zwischen Oktober und Februar die umsatzstärkste Zeit. Und zwar wegen Karneval. Aber sich zu verkleiden, wird immer mehr das ganze Jahr über ein Thema.“ Im Sommer, so der Geschäftsführer, erfreuten sich Schlagerpartys immer größerer Beliebtheit. Auch für Junggesellenabschiede würden aussagekräftige Verkleidungen gesucht – und zwar in der Regel für größere Gruppen.

Sarah Hardt: „Was immer mehr boomt, sind Halloween-Partys und Oktoberfeste. Und auch dafür kann man sich bei uns natürlich eindecken.“ Darüber hinaus würden auch Theatergruppen manchmal nach geeigneten Bühnenoutfits suchen. Björn Lindert hat eine Erklärung für die wachsende Lust am Verkleiden parat: „Sich zu verkleiden bedeutet, dem Alltag zu entfliehen. Und zwar ohne, dass man dafür unbedingt viel Geld ausgeben muss. Das ist für viele Menschen, die ja heutzutage wirklich jede Menge Stress und Sorgen haben, ein wichtiger und willkommener Ausgleich.“

Selbstverständlich betreibt die Firma Deiters mittlerweile auch einen großen Onlinehandel. Björn Lindert: „Das ist auch ein Bereich, der immer mehr an Bedeutung gewinnt. Trotzdem ist uns das Filialgeschäft sehr wichtig.“

Gerade im Bereich Kostüm, sagt Lindert, sei es den Kunden wichtig, die Sachen anzuprobieren. „Anders als bei normalen Klamotten. Die bestellt man leichter im Internet. Zu uns kommen manchmal sogar große Gruppen, die alle das selbe Kostüm wollen und genau wissen möchten, wie jeder einzelne darin aussieht.“

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