Warten auf den Bankkredit verzögert den Hotelneubau

Von: Jörg Abels
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Schön wärs, wenn es bald auf der Baustelle weitergehen könnte. Dass es zu Vrzögerungen kommt, habe - sagt der Investor - mit dem Gebahren der finanzierenden Bank zu tun. Foto: Abels

Düren. „Ende 2009 öffnet das Parkhotel Düren”, hieß es im Mai 2008 beim offiziellen Spatenstich für das Vier-Sterne-Objekt, in das die Stadthalle integriert wird. Das Ende des Jahres ist in Sicht, das Datum der Fertigstellung aber liegt noch in weiter Ferne.

Während „Dürens gute Stube” im Inneren bereits komplett entkernt ist, lassen äußerlich nur die gegossene Bodenplatte und der sich arbeitslos im Wind drehende Baukran erahnen, das ein neues Gebäude entstehen soll.

Vorsicht bei Kreditvergabe

Waren es zunächst unter anderem Fragen des Denkmalschutzes oder die langwierige Suche nach einem Generalbauunternehmer, die den Startschuss verzögerten, so hat der Dürener Projektentwickler Hermann-Josef Schneider, der mit der Informica real invest aus der Nähe von Würzburg Bauherr des Hotels ist, nun mit den Auswirkungen der weltweiten Finanzkrise und der daraus resultierenden Vorsicht der Banken bei der Vergabe von Krediten zu kämpfen.

Das Düsseldorfer Bankhaus, das den Bau finanzieren soll, habe in den letzten Wochen immer neue Unterlagen vom Investor und dem künftigen Betreiber, der niederländischen Sandton-Hotelkette, angefordert, die teilweise auch noch übersetzt werden mussten, nennt Schneider auf DZ-Nachfrage den Grund, warum wieder einmal Stillstand auf der Baustelle herrscht.

„Wir haben bereits 2,5 Millionen Euro in das Projekt investiert. Jetzt muss auch die Bank mitziehen”, erklärt Schneider, der aber auch nicht ausschließen will, dass noch weiteres Eigenkapital in die Maßnahme fließen könnte.

Wann das Ok aus Bank kommt, mag Schneider zurzeit nicht vorhersagen, obwohl auch er mit seinem Team in den letzten Wochen „nicht geschlafen hat” und als Reaktion auch auf die Krise „die Baukosten auf deutlich unter 20 Millionen Euro” gesenkt hat. Gespart worden sei aber nur in Bereichen, die optisch nicht zu sehen sein werden, versichert der Projektentwickler.

Restbauzeit von neun Monaten

„Der Generalunternehmer steht Gewehr bei Fuß und kann jederzeit wieder loslegen”, betont Schneider, der weiter zuversichtlich ist, den Hotelbau - wie vertraglich mit der Stadt Düren vereinbart - bis Ende 2010 realisieren zu können. „Wir haben noch eine Restbauzeit von neun Monaten”, hat Schneider auch keine Angst vor einem harten Winter, der den Bau behindern könnte. „Selbst wenn wir erst im Februar loslegen würden, könnten wir den Zeitplan noch einhalten”, gibt sich Projektentwickler Schneider weiter gelassen; auch mit Blick gen Düsseldorf. „Wir schieben ein Problem nach dem anderen aus dem Weg, bis wir fertig sind.”
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