Warnstreiks in der Textilindustrie in Düren gestartet

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Warnstreik in der Textilindustrie: Mitarbeiter der Firma Anker-Teppichboden und der IG-Metall-Bevollmächtigte Paul Zimmermann (l.) unterstrichen ihre Forderung nach 5,5 Prozent mehr Lohn. Foto: Abels

Düren. Vor der nächsten Verhandlungsrunde im Tarifstreit der Textilindustrie am Montag erhöht die IG Metall in NRW den Druck auf die Arbeitgeber. Am Mittwoch legten Mitarbeiter der Firmen Anker-Teppichboden, CMC, Heimbach und Voith Fabrics vorübergehend die Arbeit nieder.

Mit den Warnstreiks, die an den nächsten Tagen in weiteren Städten fortgesetzt werden, unterstrichen die Gewerkschafter ihre Forderung nach 5,5 Prozent mehr Löhn, Übernahme der Auszubildenden und Neuregelung der Altersteilzeitvereinbarung.

Als „eine Provokation und Verhöhnung der Beschäftigten”, bezeichnete Paul Zimmermann, 1. Bevollmächtigter der IG Metall in Düren, begleitet von einem Pfeifkonzert der rund 100 Streikenden vor den Anker-Toren, das bisherige Angebot der Arbeitgeber, das seinem Namen in keinster Weise gerecht werde.

Es sieht sechs Nullmonate vor, sechs Einmalzahlungen von je 20 Euro, die mit Blick auf die wirtschaftliche Lage der Betriebe bis Ende Februar 2010 ebenso ganz oder teilweise verschoben oder ausgesetzt werden können wie die zum 1. März 2010 angebotene Lohnerhöhung von 1,5 Prozent.

„Das heißt, dass Ihr Euch zwei Jahre lang auf nichts verlassen könnt”, erklärte Zimmermann den Streikenden und forderte die Arbeitgeber auf, schon am 9. März ein deutlich verbessertes Angebot vorzulegen, damit schnellstmöglich ein Abschluss erzielt werden kann. „Die Ungewissheit bringt in diesen schweren Zeiten beiden Seiten nichts.”

Interessiert verfolgte Anker-Geschäftsführer Markus Schoeller den Warnstreik und verteidigte das an der wirtschaftlichen Situation orientierte Arbeitgeber-Angebot. „Jeder Euro mehr, tut uns in diesem Jahr weh”, verwies der Geschäftsführer auf Auftragsrückgänge im Januar und Februar in einer Größenordnung von bis zu 50 Prozent.
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