Düren - Warnstreik trifft das Bürgerbüro und die Kindergärten

Warnstreik trifft das Bürgerbüro und die Kindergärten

Von: Jörg Abels
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Am Morgen versammelten sich die Mitglieder der Gewerkschaft Komba am Bahnhof, um zur zentralen Gewerkschaftskundgebung nach Köln zu fahren. Foto: Abels

Düren. Am Bürgerbüro der Stadt Düren liefen am Mittwoch immer wieder Besucher vor die verschlossene Tür: Die zweite Warnstreikwelle im öffentlichen Dienst hinterließ auch in der Kreisstadt Spuren, wenngleich doch weniger als in anderen Städten, in denen die Gewerkschaften Verdi und Komba auch den Öffentlichen Personennahverkehr lahmlegten.

Der aber war im Dürener Land nicht betroffen. Kreisbahn und Rurtalbahn fuhren wie gewohnt. Und auch die Müllabfuhr des Dürener Service Betriebs lief planmäßig.

Bestreikt wurden neben dem ganztägig geschlossenen Bürgerbüro vor allem die zehn städtischen Kindertageseinrichtungen, so dass die meisten Eltern ihre Kinder selbst betreuen mussten. Nur wenige nahmen nach Angaben der Stadt die drei eigens für den Warnstreik eingerichteten Notgruppen in Anspruch. Insgesamt beteiligten sich nach Gewerkschaftsangaben rund 150 städtische Mitarbeiter am Warnstreik, die zur zentralen Kundgebung nach Köln fuhren, um der Gewerkschaftsforderung nach 6,5 Prozent mehr Lohn lautstark Nachdruck zu verleihen.

Vom Wasserverband Eifel-Rur beteiligten sich nach Angaben des Personalrates 54 Mitarbeiter vor allem aus dem Bereich der Kläranlagen am Warnstreik, am Dürener Krankenhaus legten nur 17 der über 100 Gewerkschaftsmitglieder die Arbeit nieder, teilweise aus der Freizeit heraus, so dass der Betriebsablauf nur marginal gestört wurde. Alle Anfang der Woche in Kenntnis des Warnstreiks geplanten Operationen konnten wie geplant stattfinden, erklärte ein Sprecher auf Nachfrage.

Vorbereitet waren auch die Rurtalwerkstätten der Lebenshilfe, bei denen am Mittwoch streikbedingt zwei Produktionsbereiche in Stockheim und einer in Düren komplett stillstanden und andere umorganisert werden mussten. Dort beteiligten sich rund 30 Mitarbeiter am Streik.
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