Warnstreik-Frühstück: „Es geht es auch um den Erhalt des Standorts“

Von: sj
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Jürgen Müller, Vorsitzender des Betriebsrates von Neapco (vorne, schwarze Weste), forderte im Rahmen des Warnstreik-Frühstücks „zehn Jahre Standortsicherung“. Die Gewerkschaftsmitglieder aus anderen Unternehmen bekundeten ihre Solidarität mit den Kollegen von Neapco. Foto: Stephan Johnen

Birkesdorf. Etwa 600 Beschäftigte der Metall- und Elektroindustrie haben am Dienstagmorgen von 6 bis 8 Uhr ihre Arbeit niedergelegt, um ihrer Forderung nach fünf Prozent mehr Lohn Nachdruck zu verleihen. Die IG Metall hatte zum Warnstreik aufgerufen.

Der Einladung der Gewerkschaft, an einem Warnstreik-Frühstück in der Birkesdorfer Festhalle teilzunehmen, folgten etwa 450 Gewerkschafter.

Paul Zimmermann, 1. Bevollmächtigter der IG Metall, skizzierte den bisherigen Verlauf der Tarifverhandlungen und stimmte die Arbeitnehmer auf einen weiteren Warnstreik in der kommenden Woche ein. Die bisherigen Angebote der Arbeitgeber, die zunächst 0,9 Prozent und 0,3 Prozent als Einmalzahlung und dann 2,1 Prozent in zwei Stufen für 24 Monate vorgeschlagen hatten, seien angesichts der immer noch guten wirtschaftlichen Entwicklung und der zum Teil bundesweit erzielten Rekordzahlen „eine Provokation“. „Lasst uns so viel Wirbel machen, dass die Arbeitgeber sich bewegen müssen“, appellierte er an die Gewerkschaftsmitglieder, mit Entschlossenheit für eine Tariferhöhung zu kämpfen.

„Für uns geht es bei diesen Tarifverhandlungen auch um den Erhalt des Standortes Düren“, sagte Jürgen Müller, Vorsitzender des Betriebsrates von Neapco. Neben einer Erhöhung der Löhne und Gehälter in Höhe von fünf Prozent forderte er vom Neapco-Mutterunternehmen eine Standortsicherheit für zehn Jahre. „Diese Forderung ist mit dem Betriebsrat auch nicht zu verhandeln“, betonte er. Weiter forderte Müller eine Entscheidung „bis zum 30. Juni 2016“. Mit bunten Blättern, auf denen „We fight for our Plant“ („Wir kämpfen für unser Werk“) zu lesen war, setzten alle Teilnehmer des Warnstreik-Frühstücks ein deutliches Zeichen der Solidarität mit den Kollegen von Neapco.

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