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Wahlkampf: Wer unterstützt wen?

Von: bugi
Letzte Aktualisierung:

Nideggen. Noch ist Stefan Witt nicht der Bürgermeisterkandidat der Nideggener CDU. Am 22. Oktober steht der 33-jährige Jurist bei den Christdemokraten zur Wahl. Dass er bei der Parteiversammlung als einziger Kandidat für diesen Posten durchfallen sollte, ist aber eher unwahrscheinlich.

Dass die Christdemokraten einen eigenen Kandidaten für den Posten des Bürgermeisters präsentieren, der gegen Amtsinhaberin Margit Göckemeyer antreten wird, galt als ausgemacht.

Verwundern mag da allenfalls der Zeitpunkt der Bekanntgabe ein Jahr vor dem Urnengang. Stimmen die CDU-Mitglieder am 22. Oktober dem Vorschlag des Vorstands zu, dürfen sich die Nideggener Bürger auf einen spannenden Wahlkampf und mindestens einen Zweikampf um das Amt des Bürgermeisters freuen.

Die parteilose Göckemeyer wird sich um eine zweite Amtszeit bemühen. Ob sie dabei allerdings die Unterstützung von Parteien erhalten wird, ist noch fraglich. SPD und Grüne zieren sich. „Wenn sie auf uns zukommt, werden wir mit ihr sprechen“, sagt etwa Grünen-Fraktionsvorsitzende Gudrun Zentis. Auch bei der SPD ist die Zurückhaltung groß. „Für eine Kandidatendiskussion ist es zu früh.

Das ist bei uns derzeit kein Thema“, betont Fraktionsvorsitzender Wolf Dieter Keß. Beide eint nur, dass sie sich nicht vorstellen können, den CDU-Kandidaten zu unterstützen. Keß: „In vertraulichen Gesprächen wurden wir von der CDU gefragt, ob wir uns einen gemeinsamen Kandidaten vorstellen können. Da wundert es mich nun, dass die CDU plötzlich vorprescht.“

Dass die SPD einen eigenen geeigneten Kandidaten aus dem Hut zaubert, ist allerdings auch nicht absehbar. Für Norbert Klöcker von den Unabhängigen ist die gesamte Diskussion überflüssig: „Wir brauchen keinen neuen Bürgermeister, sondern eine vernünftige Ratsarbeit. Mit der jetzigen Bürgermeisterin hat sich vieles zum Positiven verändert, auch wenn sie vielleicht manchmal unglücklich agiert. Aber eine Verwaltung neu aufzustellen, das kann man nicht von heute auf morgen umsetzen.“

Bereits im Vorfeld der Nominierung von Witt hatte die CDU die Fraktionen von FDP und Menschen für Nideggen (MfN) informiert. CDU-Fraktionsvorsitzender Markus Fischer baut darauf, ein Dreibündnis zu schmieden, das den eigenen Kandidaten unterstützt, damit er eine Chance gegen Göckemeyer hat. Unterstützung ja, Dreierbündnis nein, dürfte da die Antwort von der MfN sein.

Fraktionsvorsitzender Erwin Fritsch kann sich eine Unterstützung für Witt vorstellen, ohne ihn zum eigenen Kandidaten zu machen. Fritsch: „Herrn Witt zu nominieren halte ich für die beste Idee, die die CDU in den letzten sechs Jahren hatte.“ Das sieht FDP-Fraktionsvorsitzender Udo Hensch nicht viel anders: „Wir werden uns den CDU-Kandidaten ansehen. Und es ist vorstellbar, dass wir ihn unterstützen. Es wäre fatal, wenn wir neben Frau Göckemeyer mehrere Kandidaten präsentieren würden.“

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