Düren - Waffen in der Schublade aufbewahrt

Waffen in der Schublade aufbewahrt

Von: hp
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Düren. Sein Hang zu Schusswaffen endete für einen 58 Jahre alten Dürener auf der Anklagebank des Schöffengerichts. Dort hatte sich der Arbeitslose wegen des Verstoßes gegen das Waffen- und gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz zu verantworten. Mit angeklagt war sein 27-jähriger Sohn.

Ins Rollen kam die Sache im Frühjahr. Ein Zeuge hatte in einem anderen Strafverfahren den Sohn des Waffenbesitzers belastet und erklärt, er habe diesen beim Schießen beobachtet. So kam es am 24. April zu Hausdurchsuchungen. Die Polizei fand in der Wohnung des 58-Jährigen sowie in einer Halle Waffen und Munition. Einige Schusswaffen waren funktionstüchtig, andere bestanden aus Einzelteilen und wurden vor Gericht als „Schrott“ bezeichnet.

Die Polizisten fanden unter anderem zahlreiche Projektile, aber keine passende Waffe. Allerdings waren auch 18 Patronen dabei, deren Erwerb und Besitz nach dem Kriegswaffenkontrollgesetz verboten ist. In diesem Zusammenhang beteuerte der 58-Jährige, der nach eigenen Angaben seit etwa 1970 Sportschütze und Jagdscheinbesitzer ist, dass diese Munition für Schießwettkämpfe bei großen Distanzen benutzt würden.

Während der Vater weitgehend geständig war, allerdings den Vorsatz bestritt, verbotene Munition besessen zu haben, beteuerte der Sohn seine Unschuld. Das Verfahren gegen den 27-Jährigen wurde auf Antrag der Staatsanwaltschaft vorläufig eingestellt. Das Gericht unter Vorsitz von Richter Dr. Stephan Ebeling verurteilte den bisher nicht vorbestraften 58-Jährigen zu einer Bewährungsstrafe von einem Jahr. Es folgte damit dem Antrag der Staatsanwaltschaft. Dem Angeklagten wurde zugute gehalten, dass er geständig und kooperationsbereit war. Strafverschärfend wirkte sich die große Menge Munition und die unsachgemäße Aufbewahrung der Waffen aus, die teilweise in unverschlossenen Schubladen lagen.

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