Vossenack wird zum Mekka des Figurentheaters

Von: Sandra Kinkel
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Hürtgenwald. „Im Weißen Rössel“, „Jedermann“, Goethes „Faust“ und „Der kleine Prinz“ –das Programm, das Bruder Wolfgang Mauritz für die Neuauflage des Figurentheater-Festivals „Pupparium Spectaculum“ im Mai in Vossenack auf die Beine gestellt hat, ist abwechslungsreich, anspruchsvoll und kann sich wirklich sehen lassen.

„Wir wollen gleichermaßen Kinder, Jugendliche und Erwachsene ansprechen“, sagt Bruder Wolfgang. „Wir möchten die Menschen zum Lachen, Weinen und zum Nachdenken bringen.“

20 Mal hat es von 1990 bis 2009 das „Pupparium Spectaculum“ in Vossenack gegeben. Bruder Wolfgang: „Wir haben damals aufgehört, weil es immer schwieriger war, das Festival finanziell zu stemmen. Und wir wollten aufhören, wenn es am schönsten ist.“

Weil die Gemeinschaft der Franziskaner in diesem Jahr in Vossenack ihr 50-jähriges Jubiläum feiert, haben Bruder Wolfgang, Schulleiter Pater Peter und Internatsleiter Pater Daniel sich entschieden, im Rahmen der Jubiläumsfeierlichkeiten auch das Figurentheater-Festival noch einmal aufleben zu lassen. „Puppentheater“, sagt Bruder Wolfgang, „gehört auch zu uns. Genau wie die anderen kulturellen Angebote, die es hier gibt. Das macht uns aus. Und deswegen passt auch ein solches Festival zu unseren Jubiläumsfeierlichkeiten.“ Es sei franziskanisch, so Bruder Wolfgang, sich nicht einzuigeln, sondern die Menschen teilnehmen zu lassen. „Unser Kloster ist ein Ort des Austausches. Und dazu passen auch unser Kloster-Kultur-Keller und unsere kleine Theater-Bühne.“

Nach acht Jahren Pause ein Festival wieder neu aufleben zu lassen ist für Bruder Wolfgang fast wie ein Neuanfang. „Ich habe vier Helfer von damals angesprochen, die sofort bereit waren, noch einmal mitzumachen. Simon Düring, Alexander Hardtdegen, Simon Evertz, Angelika Pauels und ich bilden jetzt den harten Kern des Festivalteams. Insgesamt werden wir aber um die 20 Helfer sein.“

Bruder Wolfgang konnte renommierte Puppentheater aus ganz Deutschland für sein Festival im Mai gewinnen. Mit von der Partie sind unter anderem das Theater „Blaues Haus“ aus Krefeld, das Puppentheater „Gugelhupf“ aus Gernsbach und das Puppentheater „Fatsnerran“ aus Weesp in den Niederlanden. Selbstverständlich sind auch „De Strippkes Trekker“ aus Vossenack, Bruder Wolfgangs eigenes Figurentheater, mit von der Partie. „Alle Theater haben schon einmal bei uns in Vossenack gespielt“, erzählt Bruder Wolfgang. „Und alle waren sofort bereit, noch einmal hierhin zu kommen.“

Schon früher, erzählt der begeisterte Puppenspieler, sei „Pupparium Spectaculum“ in Vossenack so etwas wie ein Familientreffen für Puppenspieler gewesen. Und auch diesmal ist es so, dass die meisten Puppenspieler mindestens eine Nacht im Kloster bleiben und sich anschauen, was die Kollegen so zu bieten haben. Das bedeutet lange Abende in der Klosterklause und viele Gespräche.“ Natürlich ist auch die Finanzierung nicht ganz einfach. „Das Festival kostet rund 25.000 Euro. Das lässt sich nur mit Hilfe von Sponsoren stemmen.“

Bruder Wolfgang, der übrigens schon mit fünf Jahren seine Liebe zum Puppentheater entdeckt hat, freut sich sehr auf die Tage im Mai, wenn Vossenack zum Mekka der Puppenspieler wird. „Mit Figurentheater“, sagt Bruder Wolfgang, „ist alles möglich. Manchmal sogar noch mehr als im Menschentheater. Die Puppen sind manchmal viel direkter, viel zarter. Und genau das wollen wir unseren Besuchern mit dem Festival zeigen.“

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