Vossenack - Vossenack: Kann Gemeinde sich das Freibad noch leisten?

Vossenack: Kann Gemeinde sich das Freibad noch leisten?

Von: smb
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Vossenack. Auf 80.000 bis 120.000 Euro beläuft sich das jährliche Defizit des beheizten Freibades in Vossenack nach Angaben der Verwaltung. Weil die Gemeindekasse im Hürtgenwald ohnehin nicht gerade gut gefüllt ist, überlegt die Verwaltung, wie der Betrieb des Bades aufrechterhalten werden kann.

Um das nasse Vergnügen in diesem Jahr müssen sich die Schwimmer noch keine Sorgen machen. „Aber im Rahmen der Haushaltsberatungen für das kommende Jahr werden wir über dieses Thema sprechen“, erklärte Bürgermeister Axel Buch auf Nachfrage. Der Rat werde über den weiteren Weg entscheiden.

Axel Buch betont, dass die Gemeinde bemüht sei, eine Lösung zu finden. Nach Angaben des Bürgermeisters seien verschiedene Modelle denkbar und es würden bereits Gespräche geführt. Konkretere Angaben will der Verwaltungschef derzeit aber noch nicht machen. Klar sei jedoch, dass man „eine dicke fünfstellige Summe“ einsparen müsse.

Buch deutet an, dass auch die Nutzer des Bades einen Beitrag zu dessen Erhalt leisten könnten. „Das muss nicht finanzieller Natur sein“, betont Buch. So könne man sich zum Beispiel vorstellen, dass Ehrenamtler verschieden Aufgaben auf dem Gelände übernehmen würden. Kostspielig sind für die Gemeindeverwaltung unter anderem die Personalkosten für das Aufsichts- und das Reinigungspersonal sowie die Heizkosten. Ob eine Senkung der Wassertemperatur zielführend sei, bezweifelt der Bürgermeister. Auch eine Erhöhung der Eintrittspreise könne allenfalls ein „kleines Element in einem Gesamtpaket“ sein.

Dass es die Situation für Freibäder generell nicht einfach ist, zeigt sich auch in Abenden. 2010 hat die Familie Assmann das städtische Freibad als alleiniger Pächter übernommen – der Vertrag läuft bis 2020. In diesem Jahr gab es erstmals keine städtischen Zuschüsse mehr, während beispielsweise die Stromkosten ansteigen.

„Mit zwei blauen Augen“

„Wenn das Wetter bis in den September hinein gut bleibt, kommen wir mit zwei blauen Augen davon“, sagt Hartmut Assmann. Der Zuspruch sei bei entsprechendem Wetter gut. Der Förderverein, der mehr als 100 Mitglieder habe, unterstütze das Freibad so gut es gehe, aber die Situation bleibe schwierig. Daher überlegt Assmann, auf dem Gelände „Schwitzhütten“ – eine Art indianischer Sauna aus Weidengeflecht und Filz, die mit Vulkansteinen beheizt wird, – zu errichten, um auch in den Wintermonaten Gäste anzulocken.

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