Vossenack: Ein Förderverein für das Freibad?

Von: bel/smb
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Vossenack. „Das Freibad muss weiter betrieben werden“, in diesem Punkt waren sich alle Teilnehmer beim Dorfforum in Simonskall einig. Vier Damen hatten schon im Sommer begonnen, Unterschriften zu sammeln. Bislang haben 1000 Menschen für den Erhalt des Bades unterschrieben.

Wie die Zukunft des Freibades aussehen könnte, darüber diskutierten etwa 50 Teilnehmer. In der Diskussion wurden viele mögliche Wege aufgezeigt, klar sind die Eckdaten, mit denen die Bürger arbeiten müssen: Aufgrund der finanziellen Lage der Höhengemeinde hatte der Rat schon vor einiger Zeit beschlossen, alle freiwilligen Ausgaben auf den Prüfstand zu stellen. Dazu gehört auch das beheizte Freibad, das weit über die Gemeindegrenzen von Hürtgenwald einen guten Ruf hat. Es ist Gegenstand der Haushaltsberatungen.

Der Zuschussbedarf des Freibades wird im Haushaltsentwurf weiterhin mit 100.000 Euro aufgelistet. In der jüngsten Ratssitzung hatte Bürgermeister Axel Buch einmal mehr deutlich gemacht, dass das Bad geschlossen werden muss, wenn sich keine neue Wege für dessen Betrieb auftun. Die Gemeinde könnte den Betrieb mit 50.000 Euro pro Jahr unterstützen.

„Wir müssen alles versuchen, damit uns das Freibad erhalten bleibt“, forderte Manfred Braun, der Sprecher des Dorfforums. Einige Teilnehmer fürchten um die Attraktivität der Höhengemeinde, sollte das Freibad von der Landkarte verschwinden. Klar ist aber auch, dass es nicht einfach ist, eine fünfstellige Entlastung der Kasse auf die Beine zu stellen. Eine Idee, die in den kommenden Wochen ausgearbeitet und besprochen werden soll ist die Gründung eines Fördervereins für das Vossenacker Freibad. Die Gründung eines Trägervereins löste hingegen beim Dorfforum Bedenken aus, weil man die Gemeinde nicht aus der Verantwortung für das Freibad entlassen möchte.

Daneben gab es viele Vorschläge für die Zukunft des Bades, die kleinere und größere Summen einsparen könnten: So wurde im Dorfforum die Einführung flexiblerer Öffnungszeiten diskutiert, um Kosten zu sparen. Ebenfalls im Gespräch war, dass qualifizierte und ausgebildete Freiwillige die Badaufsicht übernehmen könnten. In dem Fall würde jedoch ein Arbeitsplatz verloren gehen. Bis zu zehn Personen, so ein Ergebnis der Diskussion, würden für einen solchen Dienst gebraucht. Die Unterschriftenleister sollen von der Gemeinde angesprochen werden, um vielleicht unter ihnen Freiwillige für eine Ausbildung beim DLRG zu gewinnen. Rechtliche Fragen müssen noch geklärt werden.

Weitere Vorschläge aus dem Dorfforum waren die kostenfreie Instandhaltung der Grünflächen und Hecken durch Freiwillige – Arbeiten, die bisher von Mitarbeitern des Bauhofs geleistet werden und die dann Kapazitäten für andere Aufgaben hätten. Auch eine Erhöhung des Eintrittspreises wurde diskutiert. Bürgermeister Axel Buch hat jedoch in der Vergangenheit erklärt, dass dies nur ein „kleines Element eines Gesamtpaketes“ sein könne. Der Gedanke an ein unbeheiztes Bad fand in der Versammlung wenig Gegenliebe.

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