Vortrag: „Nörvenich, 7000 Jahre alt? – Oder noch älter?“

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Nörvenich. Gut besucht war ein Vortragsnachmittag des Heimat- und Geschichtsvereins Nörvenich im evangelischen Gemeindezentrum.

Rund 100 Besucher lauschten den Vorträgen zum Thema „Nörvenich, 7000 Jahre alt? – Oder noch älter?“.

Nach der Begrüßung und einer kurzen Einführung durch den ersten Vorsitzenden Arthur Bergrath referierte Sabine Voit von der Firma Goldschmidt in Düren über die Ergebnisse der Ausgrabungen im neuen Baugebiet G 41 am südwestlichen Rand der Ortslage.

Hier wurden anhand von Bodenverfärbungen der Grundriss eines neolithischen (steinzeitlichen) Hauses und einige bronzezeitliche Besiedlungsspuren gefunden. Außerdem legten die Archäologen einen runden Brunnenschacht und mehrere eisenzeitliche Urnengräber frei.

Anhand von Fotos wurden die gefundenen Urnenfragmente und die damals übliche Brandbestattung beschrieben.

Besiedlungsgeschichte

Petra Tutlies von der Außenstelle Wollersheim des LVR-Amtes für Bodendenkmalpflege ordnete die Funde in ihrem Vortrag in die Besiedlungsgeschichte Deutschlands ein.

Sie beschrieb das frühere Aussehen unserer Heimat ausgehend von der Bandkeramikerzeit im fünften Jahrtausend vor Christus und zeigte Bilder von Langhäusern und Lindenwäldern, wie man sie damals hier vorgefunden hatte. Die Referentinnen erläuterten den Besuchern außerdem, dass immer nur genau das Gebiet untersucht werde, das baulich vor Veränderungen stehe.

Ohne Keller

In dem vorliegenden Fall der Grabungen in dem Nörvenicher Baugebiet G41 wurde nur der Boden untersucht, der dem späteren Straßenverlauf entspricht. Die zukünftigen Häuser müssen auf einem Kiesbett und ohne Keller errichtet werden. Auf diese Weise sollen die darunter liegenden Funde für zukünftige Generationen bewahrt werden.

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