Vorsitzender des BC Düren ist stolz auf seine Mannschaft

Von: Kevin Teichmann
Letzte Aktualisierung:
11848885.jpg
Beiwen Zhang bringt den Federball übers Netz – Ilse Vaessen beobachtet im Hintergrund. Rang fünf ist der Lohn für eine souveräne Saison beim 1. BC Düren. Foto: Kevin Teichmann

Düren. Die Saison der Dürener Badminton-Profis ist vorbei – was für eine Saison! Am Ende steht „das beste Ergebnis der Vereinsgeschichte“, wie Rolf Pütz, der Vorsitzende des 1. BC Düren, freudestrahlend feststellte. Im letzten Heimspiel am Samstag hätte man beinahe schon ein mehr als überraschendes 3:3-Unentschieden gegen Ligaprimus und Spitzenteam Bischmisheim holen können.

Es wäre der erste Punktverlust für die starken Saarländer gewesen. „Wir haben uns sehr teuer verkauft und sind mit unserer Top-Besetzung aufgelaufen, um dem Publikum bestmöglichen Badminton-Sport bieten zu können – so ticken wir“, ist Pütz wichtig, dass das Team publikumsnah ist. Das zahlte sich aus. Der Zuschauerzuspruch an der Zülpicher Straße war riesig: „Es ist gelungen, eine Symbiose zwischen Zuschauern und Mannschaft zu schaffen. Und das hat sich für alle Beteiligten gelohnt! Erst das letzte Spiel brachte die Entscheidung für Bischmisheim, das war Spannung pur bis zum Ende.“

Sonntag folgte dann ein 4:2-Auswärtserfolg in Trittau. Da parallel die Konkurrenz aus Mülheim gegen Refrath eine 2:4-Niederlage einstecken musste, schob sich der BC in letzter Sekunde noch vor den Konkurrenten auf Rang fünf. „Das war so nicht zu erwarten“, sagte Pütz, nachdem er von der frohen Kunde gehört hatte.

Dennoch irgendwie sinnbildlich, denn die Mannschaft der Rurstädter kämpfte auch in jedem Spiel bis zum letzten Ballwechsel. Beim BC Düren wird trotz der Teilnahme an der höchsten deutschen Spielklasse jegliche Vereinsarbeit immer noch „mit ehrenamtlichen Kräften“ gestemmt. „Zudem haben wir nicht die finanziellen Mittel, die andere Bundesligisten haben“, freute sich Pütz, dass beim BC so ordentlich gewirtschaftet wird, dass man dennoch eine ernstzunehmende Rolle spielt.

Mehrfach zeigte man, dass auch die Liga-Elite Düren nicht unterschätzen durfte. Gegen Lüdinghausen verlor der BC zweimal jeweils knapp mit 2:4 – die Chancen auf ein 3:3 waren beide Male gegeben. Im Heimspiel gegen Refrath gelang sogar ein 4:2-Sieg.

Insgesamt hat der Klub eine positive Entwicklung seit dem Aufstieg in die Bundesliga. Im ersten Jahr wurde man Siebter, in den beiden darauf folgenden Spielzeiten Sechster – nun wurde diese Platzierung sogar noch übertroffen. Eine kontinuierliche Weiterentwicklung. „Wir sind ein kleiner Verein mit vielen Facetten“, war Pütz bester Laune. Das Team hinter dem Team hat hierbei einen „intensiven Job über das ganze Jahr hinweg“. Im letzten Sommer war es allerdings besonders intensiv, fast schon stressig.

Nur Ilse Vaessen und Beiwen Zhang blieben aus dem alten Kader erhalten. Sogar Soraya de Visch Eijbergen, die erst noch beteuert hatte, in Düren bleiben zu wollen, verließ den Rurstadt-Klub auf den letzten Drücker kurz vor Schließung des Transferfensters. Sie zog es in die französische Liga.

Neu dazu kamen dafür die russische Einzel-Spezialistin Victoria Slobodyanyuk, der österreichische Einzel-Könner David Obernosterer, der deutsche Perspektiv-Einzelspieler Kai Schäfer, der erst 19-jährige Niederländer und Doppel-Spezialist Ruben Jille und der polnische Doppel- und Mixed-Spieler Wojciech Szkudalrczyk.

„Unsere Personalpolitik hat voll eingeschlagen. Es ist nicht einfach, gute Akteure zu bekommen, da Düren kein Stützpunkt ist. Deshalb haben wir uns auf dem europäischen Markt umgesehen. In der Kaderzusammenstellung ist uns ein Husarenstück gelungen. Eine so engagierte und talentierte Mannschaft zusammenzubekommen, ist wirklich fantastisch“, zeigt sich Pütz begeistert von dem jungen Team, das auch wirklich ein Team ist: „Auch menschlich passt es untereinander. Zu unseren Zuschauern haben die Spieler auch alle einen guten Draht!“

Viele der Neuzugänge haben allerdings noch nicht ihr komplettes Potential ausgeschöpft. „Wir mussten einige Rückschläge und Ausfälle kompensieren und können Platz fünf nächste Saison bestätigen“, klingt Pütz fast schon euphorisch. Die alte Saison ist zwar gerade erst vorbei, man merkt aber jetzt schon, wie sehr sich der Vorsitzende nach der neuen Spielzeit sehnt.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert