Vorarbeiten für die Neugestaltung: Bahnhof wird renoviert

Von: Alexander Barth
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Im Verbindungstunnel haben die
Im Verbindungstunnel haben die Abbrucharbeiten vor der Neugestaltung begonnen. Reisende müssen noch bis nächste Woche mit heftigem Lärm rechnen. Foto: Barth

Düren. In diesen Tagen empfängt den Reisewilligen am Hauptbahnhof vor allem eins: Lärm. Im Verbindungstunnel zwischen den Parkflächen und dem Ostausgang leisten Presslufthämmer die Vorarbeiten für die Neugestaltung des Dürener Bahnhofs, die bis Ende August vollzogen wird - von innen, und in Teilen auch von außen.

Die Neugestaltung des Tunnels ist eine der offensichtlichen Aktionen zum Aufhübschen des 1841 eingeweihten Bahnhofs, die das Konzept „Licht und Farbe” vorsieht. Dabei sollen freundlichere Farben an Wänden und Böden mit einer neuen Beleuchtung den Gesamteindruck von Abgenutzt und Düster zu Freundlich und Hell wandeln. Insgesamt 29 Einzelmaßnahmen sind bei der Renovierung vorgesehen.

Die Gesamtkosten wurden mit 300.000 Euro kalkuliert. „Nicht die ganz große Neugestaltung”, erklärt Bahnhofsmanager Steffen Glasnek. Eher viele Ausbesserungen, die mal mehr, mal weniger sichtbar zur Verbesserung von Struktur und Optik beitragen sollen.

Mit dem Krach im und um den Tunnel soll es aber bereits kommende Woche wieder vorbei sein, kündigt Glasnek an. Wenn die Stemmarbeiten erledigt seien und der Estrich gelegt wird, kehre auch wieder Ruhe ein. „Wir haben zuerst daran gedacht, die Arbeiten nachts durchzuführen. Ringsum befindet sich aber Wohnbebauung. Somit dürfte der Lärm bei Tage das kleinere Übel darstellen.”

In Sachen Geräuschpegel im Tunnel bittet Glasnek um Verständnis: „Einige Beschwerden gibt es natürlich. Aber wir können ja schließlich nicht den ganzen Bahnhof dicht machen.”

Neben den Arbeiten im „Untergrund” tut sich auch einiges an der Oberfläche. Den Reisenden dürfte vor allem der neue Anstrich der Bahnhofshalle auffallen. Mit frischem Weiß geht es gegen die herrschende Tristesse. „Die Toilettenanlagen werden ebenfalls erneuert”, verspricht Steffen Glasnek. Das Frauenklo steht in diesen Tagen rund um die Uhr offen, der Münzeinwurf ist ausgefallen. „Da hatten wir die Wahl: Schließen oder ganz offen halten”.

Gewonnener Platz, der etwa durch das Versetzen der Schließfächer entsteht, soll mit Sitzgelegenheiten genutzt werden. „Hier gehen wir auf die Wünsche von Seniorenvertretern ein”, erklärt Glasnek. Auch die Beschilderung werde erneuert, sie entspreche nicht mehr dem heutigen Stand. Dem Problem Vandalismus will man mit verbesserter Videoüberwachung entgegen wirken.

In Sachen Außenfassade müsse man den Weg der kleinen Schritte gehen, sagt Glasnek, und verweist auf den Etat. „Die Giebelseite am Wendehammer ist so etwas wie die Visitenkarte. Hier fangen wir an. Das Vordach wird erneuert, die Türen instand gesetzt, einen neuen Anstrich wird es geben.” Für weitere Sanierungen sei aber ein „langer Atem” nötig.

Für die Umsetzung des bundesweites Konzepts „Licht und Farbe” kalkuliert die Bahn an Bahnhöfen wie dem Dürener jeweils Umbaukosten von 300.000 Euro. Leichte Korrekturen nach oben inklusive. „Es gibt immer Überraschungen, die man bei Planung und Erfassung nicht absehen kann”, erklärt Bahnhofsmanager Glasnek. „Da läuft aber nichts aus dem Ruder, wir haben Planungssicherheit.”
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