Kreis Düren - Voneinander lernen, um den Bildungserfolg zu sichern

Voneinander lernen, um den Bildungserfolg zu sichern

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Im Beisein von Vertretern der Politik, der Schulen und zahlreicher Kinder hoben Landrat Wolfgang Spelthahn und NRW-Staatssekretär Günter Winands das regionale Bildungsnetzwerk aus der Taufe. Foto: Abels

Kreis Düren. Abschreiben ist in Lehrerkreisen verpönt. Fliegt ein Schüler auf, droht der Sechser unter der Klassenarbeit. NRW-Schulstaatssekretär Günter Winands aber ermutigte die Schulen am Mittwoch ausdrücklich, mehr voneinander „abzukupfern”.

Im regionalen Bildungsnetzwerk, dem ersten in NRW außerhalb des 2008 abgeschlossenen Modellprojekts mit 19 Landkreisen, sollen sich alle Schulen künftig mehr untereinander austauschen und von positiven Erfahrungen profitieren.

Ziel ist es, allen Kindern und Jugendlichen die bestmögliche Ausbildung zu ermöglichen. Und weil die Schulen allein diese Aufgabe nicht meistern können, sollen alle gesellschaftlichen Kräfte mit ins Boot: Volkshochschulen beispielsweise, aber auch Handwerk, Industrie und Sportverbände.

Das hat schon allein praktische Gründe, warf Winands den Blick auf den expandierenden Nachmittagsunterricht, der zur Konkurrenz bestehender Angebote wird.

„Im Netzwerk aber können Musikschulen Kinder für sich begeistern, die für sie bislang unerreichbar waren”, erklärte der Staatssekretär, der bei der Berufsorientierung auch der Wirtschaft einen großen Stellenwert einräumt.

Den Übergang ins Berufsleben zu managen, ist auch für Landrat Wolfgang Spelthahn neben der Integration der wichtigste Eckpfeiler des Netzwerks.

„Wir haben bereits ein exzellentes Verhältnis der berufsbildenden Schulen zur Industrie, die die auch die Sprachförderung unterstützt”, betonte der Landrat. „Es gilt jetzt, diese positiven Beispiele flächendeckend umzusetzen.”

Und die Kooperation soll nicht auf die jeweiligen Schulformen begrenzt bleiben. Für Winands ist sie auch zwischen Grund- und weiterführenden Schulen unerlässlich, beispielsweise angesichts des Englisch-Unterrichts in der Grundschule. „Der Übergang funktioniert nur in enger Absprache untereinander.”

Um das Netzwerk in den nächsten Wochen und Monaten mit Leben zu erfüllen, finanziert das Land eine Lehrerstelle zur pädagogischen Begleitung.

Es dürfe aber nicht passieren, dass das Land bei einem gut funktionierenden Netzwerk künftig an der Lehrerausstattung der Schulen spare, gab Axel Buch, Sprecher der Bürgermeister im Kreis Düren, dem Staatssekretär mit auf den Weg. Stellvertretend für seine Kollegen begrüßte Buch die Gründung des Netzwerks.

Wie schon der Landrat sieht auch er die große Chance, jungen Menschen frühzeitig eine Perspektive für einen gesicherten Lebensweg geben zu können.
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